{"id":25,"date":"2017-12-06T11:52:31","date_gmt":"2017-12-06T11:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/psw-consulting.psw.co\/blog\/?p=25"},"modified":"2023-06-20T10:07:28","modified_gmt":"2023-06-20T08:07:28","slug":"die-neue-waehrung-daten-umsonst-nicht-kostenlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/die-neue-waehrung-daten-umsonst-nicht-kostenlos\/","title":{"rendered":"Die neue W\u00e4hrung Daten: Umsonst, aber nicht kostenlos!"},"content":{"rendered":"<p>Ganz legal funktioniert der Datenhandel: Wie selbstverst\u00e4ndlich geben User ihren gr\u00f6\u00dften Schatz, n\u00e4mlich ihre Daten preis. Daten sind das neue Gold!<\/p>\n<blockquote><p>Neues Gold, neues \u00d6l \u2013 wie Ihr es auch nennen m\u00f6chten: Daten sind wahnsinnig viel wert! Und so sammeln riesige Wirtschaftskonzerne, aber auch kleine Start-ups pers\u00f6nliche Daten, um sie weiterzuverkaufen. Die Reaktionen der Verbraucher schwanken zwischen Gleichg\u00fcltigkeit, Ohnmacht und Resignation. Das ist \u00e4rgerlich, denn Datenschutz und Datenhoheit gehen jeden etwas an!<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Die Macht unserer Daten:\u00a0Edward Snowden hat uns aufmerksam gemacht<\/h2>\n<p>Nach wie vor vergeht kaum eine Woche, in der wir nicht von weiteren Abh\u00f6rskandalen durch die NSA, den CIA oder sonstige Beh\u00f6rden erfahren. Trojaner werden zum Bespitzeln ganz normaler B\u00fcrger eingesetzt. Selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel steht den Spionageattacken hilflos gegen\u00fcber: Unter Freunden geh\u00f6re sich so etwas nicht \u2013 eine Feststellung ohne gr\u00f6\u00dfere Folgen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Nation hier und da ein wenig \u00fcber das Bespitzeln unserer B\u00fcndnispartner ereifert, geht jedoch eines komplett ungest\u00f6rt weiter: das kommerzielle Nutzen unserer privaten Daten. Bundesjustizminister Heiko Maas r\u00e4umte in einem Interview ein: &#8222;<a href=\"https:\/\/vorwaerts.de\/artikel\/darf-geheimdienste-keine-rechtsfreien-raeume-geben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die meisten Daten sammeln nicht NSA oder BND, sondern Google, Facebook und andere Unternehmen.<\/a>&#8220; Ja, Datenhandel ist legal und gewollt. Das zeigen aktuelle Beispiele aus s\u00e4mtlichen Lebensbereichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Aktuelle Beispiele f\u00fcr den legalen Datenhandel<\/h3>\n<p>Es ist erschreckend, wie sehr sich der Datenhandel durch s\u00e4mtliche Lebensbereiche zieht! Da w\u00e4re etwa das Versicherungsunternehmen Generali mit seinem neuen <a href=\"https:\/\/vorwaerts.de\/artikel\/versicherte-geringere-beitraege-daten-preisgeben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bonusprogramm &#8222;Vitality&#8220;<\/a>. Nehmt Ihr an einer Vorsorgeuntersuchungen teil und lasst Ihr Eure Fitness und Ern\u00e4hrung \u00fcberwachen, winken Rabatte f\u00fcr Eure Versicherung.<\/p>\n<p>Mit dem Smart Home haben wir einen weiteren praktischen, aber datenhungrigen Trend: Noch bevor Sicherheitsprotokolle in der Lage waren, Daten zu sch\u00fctzen, hatten l\u00e4ngst die ersten Smart Home-Artikel ein neues Zuhause. Es ist schon praktisch: Das Haus reagiert auf seinen Bewohner. Aber zu welchem Preis? F\u00fcr jedes Zubeh\u00f6r gibt es eine passende App, mit der Ihr Eure <a href=\"https:\/\/www.homeandsmart.de\/smart-home-datenschutz-und-sicherheitsrisiken-studie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gewohnheiten ins Smartphone eingibt<\/a>. Eben diese Gewohnheiten werden gesammelt und ausgewertet. Datenschutz? Fehlanzeige!<\/p>\n<p>Transparenz wird auch bei vernetzten Autos gefordert. Vor einiger Zeit deckte der ADAC auf, wie BMW Daten \u00fcbers <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fmobilitaet%2F2016-02%2Fdatenschutz-autos-adac-aufklaerung-transparenz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fahrverhalten sowie \u00fcber die Gewohnheiten des Fahrers sammelt<\/a>. Was wurde daraus? Nichts. Es blieb nur einmal mehr die Feststellung, dass Autos wahnsinnig viele Daten sammeln. Im Fall einer <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/leben\/auto\/news\/welche-daten-ihr-auto-ueber-sie-sammelt-aid-1.6017096\" rel=\"noindex,nofollow\">Mercedes B-Klasse<\/a> waren es die GPS-Position, Kilometerstand, Verbrauch, Reifendruck \u2013 ja sogar die Zahl von Gurtstraffungen wird alle zwei Minuten \u00fcbermittelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Datenhandel: Was bin ich mir wert?<\/h2>\n<p>Vor einigen Jahren kam Marcus Tonndorf auf die Idee, <a href=\"https:\/\/www.internetworld.de\/sonstiges\/targeting\/digitale-vermessung-ichs-311686.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Menschen(daten) und Firmen zusammenzubringen<\/a>. Jeder User sollte selbst bestimmen k\u00f6nnen, welche Daten er f\u00fcr welchen Preis an ein Unternehmen verkauft. Das Projekt ging in die Hose: Es gab keine M\u00f6glichkeit, etwaige Falschangaben auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Da liegt ein Gedanke nahe: Wie viel sind Daten \u00fcberhaupt wert? \u00dcberlegt einmal: Mit jedem Schritt, den Ihr im World Wide Web geht, hinterl\u00e4sst Ihr Daten. Diese sind f\u00fcr den Datenhandel ein echter Schatz!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>L\u00e4sst sich der Wert von Daten benennen?<\/h3>\n<p>S\u00e4mtliche Daten stellen einen &#8222;Wert&#8220; dar. Jedoch ist dieser sehr schwer zu beziffern; der Wert ist eher abstrakt. Der Wert Eurer Daten l\u00e4sst sich nicht pauschal beziffern; er ist nicht tauschbar wie der Wert von Geld. Erkennt den Datenwert, eher wie die Werte von Rohstoffen. Dieser Wert schwankt je nach Qualit\u00e4t und Nachfrage. Der Wert von Daten ist abh\u00e4ngig von Zweck, User und den Umst\u00e4nden. So kann \u00fcbrigens auch das Geheimhalten von Daten einen gro\u00dfen Wert haben.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass eine einzelne Information f\u00fcr gew\u00f6hnlich eher wenig Wert hat. F\u00fcr sich genommen sind Einzelfakten wertlos. Die reine Information beispielsweise, dass Ihr m\u00e4nnlich, weiblich oder divers seid, bringt auf dem Datenmarkt recht wenig. Interessant wird es erst, wenn Konzerne wissen, dass Ihr konkret bespielsweise m\u00e4nnlich, verheiratet, zweifacher Vater und IT-Manager sind, der in seiner Freizeit gerne angelt und in Angelshop XY einkauft.<\/p>\n<p>In Zeiten der unb\u00e4ndigen Vernetzung gen\u00fcgt jedoch nicht mal das. Erst, wenn noch Daten anderer hinzukommen, wird Ihr Profil komplett: Euer bester Freund sendet Euch p\u00fcnktlich zum Wochenende via WhatsApp Nachrichten. Via GPS ist erkennbar, dass Ihr Euch mit diesem Freund am Rhein trifft \u2013 Eure \u00fcbliche Angelstelle. Jetzt werden die Daten zu einer interessanten Sammlung, die einem bestimmten Zweck dienen kann.<\/p>\n<p>Noch interessanter wird es, wenn Ihr via Facebook von Eurem Angelausflug berichtet. Ihr wart am Rhein mit Eurem guten Freund. Das teilt Ihr in einer Rhein- und in einer Angelgruppe. Wunderbar, nun k\u00f6nnen auch Nutzungsdaten \u00fcber Euch gespeichert werden. Das Profiling vervollst\u00e4ndigt sich \u2013 bald schon sind Ihr richtig wertvoll!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kostenlose Leistung: &#8222;If you don&#8217;t pay for the product, you are the product&#8220;<\/h3>\n<p>Ihr sieht: Erst, wenn die Datensammlung gro\u00df genug ist, kommt Wertigkeit ins Spiel. Ob spezialisiert oder generalisiert. Daten sind dann wertvoll, wenn es die Richtigen sind, die sich mit anderen in Verbindung bringen lassen. Tats\u00e4chlich bezahlen Institutionen f\u00fcr solche Datensammlungen: Der Staat erwarb CDs \u00fcber Steuers\u00fcnder und Kriminelle kaufen idealerweise Kreditkarten-Datens\u00e4tze ein.<\/p>\n<p>Die gigantischen Internetkonzerne, wie Google oder Facebook verdienen ebenfalls an gut gef\u00fcllten, st\u00e4ndig vom User selbst aktualisierten Datenbanken und Datens\u00e4tzen. Genau deshalb ist Google so gro\u00dfz\u00fcgig und schenkt Ihnen gigabyteweise Speicher f\u00fcr E-Mails, Dokumente und Fotos. Und genau deshalb zahlt Ihr scheinbar keinen Cent, um Mitglied des weltweit gr\u00f6\u00dften Netzwerks Facebook sein zu d\u00fcrfen. Ausnahmen bilden hier jene, die Facebooks riesigen Datenschatz anzapfen und selbst werben m\u00f6chten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>F\u00fcr nichts gibt&#8217;s nichts: Ihr bezahlt immer bei kostenlosen Produkten mit euren Daten!<\/h3>\n<p>Der Datenhandel ist nicht nur bei Gro\u00dfkonzernen relevant. Dasselbe gilt online, wie offline, bei allem M\u00f6glichen und Unm\u00f6glichen: Eure Bonuskarte f\u00fcr den Supermarkt, die erfasst, welche Produkte Ihr bevorzugt. Der kostenfreie E-Mail-Dienstanbieter, der Eure Daten auch f\u00fcr Marketingzwecke nutzt. Die Online-Angebote von Zeitungen, TV- und Radiosendern, Games, Apps \u2013 alles sammeln Euer Bestes: Eure Daten!<\/p>\n<p>Denn Eure Daten haben auch in der Offlinewelt einen immensen Wert. Das f\u00e4llt weniger auf, da diese Daten weniger gut spezifiziert werden k\u00f6nnen. Das macht sie weniger ertragreich, jedoch nicht uninteressant. So macht Euer Wohnort mehr Aussagen \u00fcber Eure Bonit\u00e4t als Ihr selbst das k\u00f6nntet. Lebt Ihr in einer wertvollen Umgebung, erhaltet Ihr den Kredit f\u00fcr g\u00fcnstigere Zinsen. Euer Beruf kann sogar Aussagen zu Eurem Fahrverhalten machen: Als Beamter zahlr Ihr geringere Versicherungspr\u00e4mien. Euer Bildungsstand wird \u00fcber die Zeitung, die Ihr morgens am Fr\u00fchst\u00fcckstisch liest, deklariert \u2013 somit erhalten Ihr spezialisierte Werbung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sind Daten wirklich eine neue W\u00e4hrung?<\/h3>\n<p>Daten sind wertvoll, der Datenhandel erinnert an den Goldrausch. Aber sind Daten wirklich eine W\u00e4hrung geworden? Eigentlich m\u00fcsste man hier mit &#8222;nein&#8220; antworten: Daten sind keine W\u00e4hrung. Denn ein freier Tausch ist nicht m\u00f6glich. Noch gibt es keine Datenkurse, noch existieren keine festen Datenumlaufmengen. Eine Inflationsrate f\u00fcr Daten gibt es genauso wenig.<\/p>\n<p>Der wesentliche Unterschied zum Geld ist der: Daten werden umso wertvoller, je mehr man besitzt, Geld verliert in der Masse seinen Wert. Bedeutet auch im Umkehrschluss: <strong>Sparsamkeit w\u00e4re bei Daten eher kontraproduktiv<\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>FAQ: Datenhandel \u2013 Das solltet Ihr wissen!<\/h3>\n<p>Wir k\u00f6nnen also festhalten, dass Daten dann wertvoll sind, wenn sie mehr werden. Ihr alleine habt die Verantwortung, Eure Daten zu sch\u00fctzen. Im Folgenden haben wir eine FAQ f\u00fcr Euch zusammengestellt, die Euch die wichtigsten Fragen rund um den Datenhandel und den Datenschutz beantworten sollen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kann ich herausfinden, welche Daten wo \u00fcber mich gespeichert sind?<\/strong><br \/>\nTheoretisch habt Ihr laut geltendem Datenschutzrecht Anspruch darauf, Auskunft \u00fcber Eure gespeicherten Daten einzuholen. Weiter k\u00f6nnt Ihr die Sperrung oder L\u00f6schung Eurer Daten fordern. Praktisch hei\u00dft das, dass Ihr jede Beh\u00f6rde, Institution oder Firma aufw\u00e4ndig in Einzelschreiben anschreiben m\u00fcsst, um herauszufinden, welche Daten von Euch gespeichert sind.<br \/>\n<strong>Tipp:<\/strong> Die Freie Hansestadt Bremen bietet online <a href=\"https:\/\/ssl.bremen.de\/datenschutz\/sixcms\/detail.php?gsid=bremen236.c.3674.de\" rel=\"noindex,nofollow\">Musterbriefe<\/a> f\u00fcr verschiedene Institutionen und Firmen an.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>D\u00fcrfen Unternehmen und Beh\u00f6rden einfach so Daten speichern &amp; weitergeben?<br \/>\n<\/strong>&#8222;Einfach so&#8220; d\u00fcrfen sie es nicht, denn die Datenverarbeitung ist recht streng geregelt. Dennoch: Vielfach m\u00fcssen Betroffene \u00fcber das Speichern und Nutzen von Daten nicht gesondert unterrichtet werden. Es wird einfach davon ausgegangen, dass Ihr um die Weiterverarbeitung Eurer Daten wisst. Dem ist vielfach nicht so, denn in aller Regel erteilen Verbraucherinnen und Verbraucher die Erlaubnis zur Datenspeicherung oder -weitergabe unwissentlich. Das Kleingedruckte in Vertr\u00e4gen wird \u00fcberlesen und einfach unterschrieben. Per Gesetz ist es beispielsweise gestattet, Datens\u00e4tze mit Namen, Anschrift, Geburtsjahr und Zugeh\u00f6rigkeit zu Personengruppen weiterzugeben, wenn Betroffene nicht widersprechen.<br \/>\n<strong>Tipp:<\/strong> Auch wenn es anstrengend ist: Lest Euch bitte die Datenschutzbedingungen vollst\u00e4ndig durch! Erfragt, ob und wie Daten weitergegeben werden d\u00fcrfen und ob Ihr die M\u00f6glichkeit zum Widerspruch habt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Wie kann es sein, dass Einrichtungen, die ich gar nicht kenne, meine Daten haben?<br \/>\n<\/strong>Das gro\u00dfe Problem: Es gibt keinen umfassenden Schutz gegen illegale Praktiken im Umgang mit Euren pers\u00f6nlichen Daten. Hinzu kommen all die legalen Fallen, in die Verbraucherinnen und Verbraucher einfach tappen k\u00f6nnen. Nehmt Ihr beispielsweise an Verlosungen teil oder beantragt Ihr eine Kundenkarte, nehmt Ihr an Online-Games oder Umfragen teil, gibt Ihr aktiv Eure Daten preis. Ihr tragt selbst dazu bei, dass einzelne Daten \u00fcber Euch gesammelt werden \u2013 schlimmstenfalls sind diese auch \u00f6ffentlich aufrufbar.<br \/>\n<strong>Tipp:<\/strong> Auch wenn Kundenkarten &amp; Co. verlockend sind, kosten sie immer Ihr Bestes: Eure Daten! \u00dcberlegt daher doppelt und dreifach, ob Ihr auf solchen Wegen Eure Daten preisgibt. Kursieren Eure Daten erst zwischen H\u00e4ndlern und im Internet, sind sie in aller Regel f\u00fcr Euch nicht mehr kontrollierbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>K\u00f6nnen Datensch\u00fctzer solchen Datenhandel nicht stoppen?<br \/>\n<\/strong>Das Problem mit dem Datenhandel und der Datensammelwut beginnt bei legalen Praktiken und enden in einer riesigen Grauzone aus illegalen Praktiken. Wie Ihr nun wisst, sind erst immense Datens\u00e4tze richtig wertvoll. Deshalb werden beide, legale und illegale Praktiken, gerne gemixt, um einen umfassenden Datensatz zu erhalten. Daten werden zu einem gewinntr\u00e4chtigen Handelsnetz ausgebaut. Datensch\u00fctzer pl\u00e4dieren seit langer Zeit f\u00fcr einen weitreichenden Schutz der Betroffenen. Man fordert ausdr\u00fcckliche Zustimmungen und Einwilligungen \u2013 vergebens. Mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung, die ab Mai 2018 verbindlich gilt, werden zumindest legale Datensammler transparenter. All das n\u00fctzt jedoch nichts, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die eigenen Daten selbst leichtfertig preisgeben.<br \/>\n<strong>Tipp:<\/strong> &#8222;Entbl\u00f6\u00dft&#8220; Euch nicht in Frageb\u00f6gen, Formularen, Gewinnspielen oder in den sozialen Netzwerken. Ihr k\u00f6nnt das Angebot durchaus nutzen, jedoch nicht wahllos und ohne Verstand.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Was kann ich tun, um meine Daten besser zu sch\u00fctzen?<br \/>\n<\/strong>Bewusstsein und Sorgfalt im Umgang mit Daten sind unabdingbar. Nur so k\u00f6nnt Ihr die Ausw\u00fcchse des Handels mit Euren eigenen Daten zumindest in Zukunft handhaben. Eine solche Sorgfalt kostet Zeit und kann unbequem sein. Das ist Euer Preis f\u00fcr den Datenschutz. Geht dabei grunds\u00e4tzlich zur\u00fcckhaltend mit Euren Konto- und Kreditkartendaten um. Achtet dabei darauf, wem Ihre Telefon- und Handynummer preisgibt.<br \/>\n<strong>Tipp:<\/strong> Legt Euch eine E-Mail-Adresse zu, die Ihr ausschlie\u00dflich f\u00fcr Bestellungen oder Infozwecke verwendet. So sch\u00fctzen Ihr Eure pers\u00f6nliche Adresse schon mal. \u00dcberdenkt auch den Umfang Eures Telefonbucheintrags. Geht sehr zur\u00fcckhaltend mit weiteren Daten wie Beruf, Alter, Freunde oder Hobbys um. Achtet darauf, nicht versehentlich der Weitergabe Eurer Daten an Dritte zuzustimmen. Lest Euch die Datenschutzbestimmungen, verschl\u00fcsselt Eure E-Mails und achtet auch im Internet auf SSL-Verschl\u00fcsselung. So bindet Ihr unbefugten Dritten die H\u00e4nde. Nutzt Suchmaschinen, die keine pers\u00f6nlichen Daten speichern. Pr\u00fcft Euren Clouddienste genau und setzt idealerweise auf europ\u00e4ische oder gar deutsche Angebote, da hier das Datenschutzniveau deutlich h\u00f6her ist als bei US-Dienstleistungen. W\u00e4hlt zudem \u00fcberall sichere Passw\u00f6rter, um illegalen Datendiebstahl vorzubeugen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ganz legal funktioniert der Datenhandel: Wie selbstverst\u00e4ndlich geben User ihren gr\u00f6\u00dften Schatz, n\u00e4mlich ihre Daten preis. Daten sind das neue Gold! Neues Gold, neues \u00d6l \u2013 wie Ihr es auch nennen m\u00f6chten: Daten sind wahnsinnig viel wert! Und so sammeln riesige Wirtschaftskonzerne, aber auch kleine Start-ups pers\u00f6nliche Daten, um sie weiterzuverkaufen. 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