{"id":5588,"date":"2020-05-06T15:50:42","date_gmt":"2020-05-06T13:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/?p=5588"},"modified":"2020-05-06T15:50:42","modified_gmt":"2020-05-06T13:50:42","slug":"corona-digitalisiertes-arbeiten-nach-der-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/corona-digitalisiertes-arbeiten-nach-der-pandemie\/","title":{"rendered":"Corona: Digitalisiertes Arbeiten nach der Pandemie"},"content":{"rendered":"<p>Die Corona-Krise zwingt Unternehmen zum digitalen Wandel: Home-Office und Videokonferenzen ersetzen die Dienstreise, mit Kunden sowie Partnern wird digital kommuniziert. Das f\u00fchrt dazu, dass neue Tools und Dienste aus dem Boden sprie\u00dfen. Und die werden gerne angenommen: Tools f\u00fcr Web-Videokonferenzen, Messenger oder andere Software, die die Teamarbeit f\u00f6rdert, erfahren eine nie dagewesene Nachfrage. Da kommt man nicht umhin, sich zu fragen: Wird hier gerade ein neuer Trend eingel\u00e4utet? Wie wird sich die Arbeitswelt nach der Pandemie entwickeln?<\/p>\n<h2>Arbeiten wird flexibler<\/h2>\n<p>Anbieter von Teamarbeitsl\u00f6sungen profitieren vom Boom des Home-Offices. Der Kommunikationsdienst Slack <a href=\"https:\/\/slackhq.com\/report-remote-work-during-coronavirus\">erkl\u00e4rt etwa in seinem Blog<\/a>, dass Menschen jetzt M\u00f6glichkeiten erleben w\u00fcrden, \u201edie sie sp\u00e4ter weiter haben wollen.\u201c Ins selbe Horn bl\u00e4st Microsofts Deutschlandchefin Sabine Bendiek, wenn sie von einem kollektiven Lernprozess spricht, der die Arbeitswelt ver\u00e4ndere: \u201eIch gehe davon aus, dass diese Ver\u00e4nderungen anhalten werden. Flexibles Arbeiten von zuhause wird zunehmend so allt\u00e4glich wie die Nutzung von Smartphone und Laptop.\u201c<\/p>\n<p>Slack, Microsoft Teams und weitere so gelagerte Tools erlauben es Nutzern, zu zweit oder in gr\u00f6\u00dferen Gruppen zu chatten, in bestimmten Themen oder Projekten zusammenzuarbeiten, Dateien untereinander zu teilen oder per Videochat zu konferieren. J\u00fcngst hat auch <a href=\"https:\/\/www.bayern3.de\/whatsapp-video-chat-messenger-jetzt-acht-teilnehmer-\">WhatsApp bekanntgegeben<\/a>, den Videochat nun mit bis zu acht Teilnehmern zuzulassen. Aus Datenschutzsicht empfehlen wir jedoch nicht den Unternehmenseinsatz.<\/p>\n<p>Die Zahlen, die Slack-Chef und Mitbegr\u00fcnder Stewart Butterfield j\u00fcngst verk\u00fcndet hat, sprechen eine deutliche Sprache: Nur zwischen Mitte bis Ende M\u00e4rz 2020 sei die Anzahl der gleichzeitig aktiven Nutzer von 10,5 auf 12,5 Millionen angestiegen. In Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz sei ein vergleichbarer Zuwachs zu verzeichnen, wie Oliver Bl\u00fcher, seines Zeichens Deutschlandchef bei Slack, gegen\u00fcber der dpa \u00e4u\u00dferte: \u201eWir sind mit der Gesch\u00e4ftsentwicklung mehr als zufrieden\u201c.<\/p>\n<p>Sabine Bendiek kann \u00e4hnliche Zuw\u00e4chse auch f\u00fcr Microsoft Teams best\u00e4tigen: \u201eDas Interesse an Teams ist derzeit riesig \u2013 sowohl bei Unternehmen und Organisationen als auch in Bildungseinrichtungen und im privaten Umfeld. Die Geschwindigkeit, mit der Menschen Video-Calls, virtuelle Meetings oder Screen-Sharing kreativ nutzen, ist beeindruckend.\u201c<\/p>\n<h2>Die \u201eneue Normalit\u00e4t\u201c bringt auch Herausforderungen mit sich<\/h2>\n<p>Die Politik spricht derzeit in Hinblick auf die Gesamtentwicklung der Pandemie von einer \u201eneuen Normalit\u00e4t\u201c. Bez\u00fcglich des Einsatzes von im Home-Office sinnvollen Tools k\u00f6nnte der Begriff auch auf die Arbeitswelt erweitert werden: Die Pandemie hat die Arbeit ver\u00e4ndert. Es gibt zweifelsfrei sehr viele positive Entwicklungen. Es gibt jedoch auch Herausforderungen, f\u00fcr die es gilt, Klarheit zu schaffen:<\/p>\n<h3>Netzabdeckung &amp; Technik: Nicht immer verf\u00fcgbar<\/h3>\n<p>Eines der wohl gr\u00f6\u00dften Probleme ist die teilweise fehlende Netzabdeckung. Nach wie vor haben wir hierzulande wei\u00dfe L\u00f6cher: Gebiete, in denen das Internet einfach immer noch nicht angekommen ist. Ein Blick in andere L\u00e4nder ist hier sehr spannend: Dreiviertel aller Haushalte in Japan und S\u00fcdkorea sind dank Glasfaser mit superschnellem Internet versorgt. Hierzulande hinken wir mit etwas \u00fcber zwei Prozent deutlich hinterher. International geh\u00f6rt die Bundesrepublik, wie eine <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/internet-breitband-101.html\">Studie der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigte<\/a>, zu den Schlusslichtern.<\/p>\n<p>Hinzu kommt die Frage nach der technischen Ausstattung: Um gr\u00f6\u00dfere Datenmengen zu verarbeiten, braucht es einen Rechner mit entsprechender Ausstattung. Hier sind jedoch keineswegs die Mitarbeiter gefragt. Im Home-Office gelten dieselben Anforderungen von Arbeitsschutzgesetz und Bildschirmarbeitsverordnung. Der Arbeitgeber muss also f\u00fcr<br \/>\n\u2022 geeignete Arbeitsmittel,<br \/>\n\u2022 einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz,<br \/>\n\u2022 sichere Arbeitsbedingungen sowie<br \/>\n\u2022 f\u00fcr die arbeitsmedizinische Vorsorge<\/p>\n<p>sorgen. Zwar existiert kein Gesetz, welches besagt, der Arbeitgeber m\u00fcsse die Arbeitsplatzausstattung zahlen. Jedoch verpflichten ihn im Grunde die Arbeitsschutzvorschriften dazu: Arbeitsschutz im Sinne des Gesetzes ist nur m\u00f6glich, wenn dem Arbeitnehmer auch entsprechende Arbeitsmittel zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Neben B\u00fcrom\u00f6beln geh\u00f6ren dazu technische Mittel wie Rechner, Drucker und weitere Kommunikationstechnik. Tats\u00e4chlich muss der Arbeitgeber gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__670.html\">\u00a7 670 BGB<\/a> auch f\u00fcr die Betriebskosten, die im Home-Office entstehen, aufkommen \u2013 immer unter der Bedingung, dass diese Ausgaben f\u00fcrs Ausf\u00fchren der Arbeit erforderlich sind.<\/p>\n<p>Aus dieser Arbeitsplatzausstattung ergibt sich in der aktuellen Lage sozusagen ein Bestandsproblem: Etliche Unternehmen, staatliche Institutionen wie Schulen oder auch Vereine und Verb\u00e4nde haben es leider verpasst, ihre Mitarbeiter mit sicheren Ger\u00e4ten auszustatten. Jetzt, wo die Mitarbeiter im Home-Office sind, setzen sie auf eigene Ger\u00e4te (BYOD &#8211; &#8222;Bring Your Own Device&#8220;) \u2013 ein Umstand, der unter Aspekten von IT-Sicherheit und Datenschutz als gef\u00e4hrlich zu bewerten ist. Doch nicht nur dieser Sicherheitsmangel auf Hardwareseite ist gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<h3>Datenschutz &amp; IT-Sicherheit: Ahnungslos im Home-Office?<\/h3>\n<p>F\u00fcr viele Unternehmen und Institutionen hat die Corona-Pandemie erstmalig dazu gef\u00fchrt, die Belegschaft ins Home-Office zu bitten. Entsprechend schlecht sind die Mitarbeiter selbst darauf vorbereitet. V\u00f6llig unbedarft nutzen sie den eigenen Rechner, auf dem sich private mit gesch\u00e4ftlichen Daten mischen, kommunizieren unverschl\u00fcsselt sensible Informationen an Kunden und\/oder Gesch\u00e4ftspartner oder packen den Vertrag f\u00fcr den Kunden mal eben unverschl\u00fcsselt in die Dropbox. Schulungen oder zumindest Beratungen bez\u00fcglich Datenschutz und IT-Sicherheit hat das Gros der nun im Home-Office auf sich allein gestellten Mitarbeiter nie erhalten. Verpflichtet, sich an die Datenschutzvorschriften zu halten, sind sie dennoch.<\/p>\n<p>Dass das nicht gutgehen kann, versteht sich von selbst. Erst, wenn sich Mitarbeiter selbst als wesentlichen Bestandteil der gesamten IT-Sicherheitsstrategie des Unternehmens begreifen, lassen sich Gefahren effizient abwenden. Schulungen zum Schaffen eines Sicherheitsbewusstseins, sogenannter <a href=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/sensibilisierung.html\">\u201eAwareness\u201c<\/a>, sind jetzt und in Zukunft unabdingbar. Vor allem, wenn wir davon ausgehen, dass die zahlreichen Vorteile, die diese neue Arbeitswelt mit sich bringt, auch in Zukunft genutzt werden wollen.<\/p>\n<h2>Die Zukunft arbeitet digital<\/h2>\n<p>Digitalisierung ist zwar ein Buzzword unserer Zeit, jedoch hat sie ihre Urspr\u00fcnge schon in den 70er Jahren. Seither meint dieser Begriff das Umwandeln analoger Werte in digitale Formate. Es ist anzunehmen, dass die Corona-Pandemie \u2013 so viel Schreckliches sie auch mit sich brachte und immer noch bringt \u2013 hier ein entscheidender Ausl\u00f6ser wird: Corona wird die Arbeitswelt dauerhaft ver\u00e4ndern. Die Pandemie schafft in verschiedenen Feldern neue M\u00f6glichkeiten \u2013 sehen wir uns das an zwei Beispielen an:<\/p>\n<h3>E-Learning: digitale Fortbildungen<\/h3>\n<p>Bildungsanbieter haben sich neue Formen der Wissensvermittlung \u00fcberlegt \u2013 sowohl staatliche Institutionen wie Schulen und Universit\u00e4ten als auch private Bildungsanbieter wie wir. \u00c4hnliches erleben wir selbst gerade erstmals: Unsere Trainings haben wir in virtuelle Schulungsr\u00e4ume verlegt. Ob <a href=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/datenschutz\/dsgvo.html\">Datenschutz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/informationssicherheit\/iso-27001.html\">Informationssicherheit<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/sensibilisierung.html\">Mitarbeitersensibilisierung<\/a>: Die Anfragen sind enorm und \u00e4hnliches vernehmen wir von weiteren Schulungsanbietern.<\/p>\n<p>Auch Bibliotheken mussten sich etwas einfallen lassen: Sie sind ebenfalls der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen und haben sich nun breiter online aufgestellt. <a href=\"https:\/\/bibliotheksportal.de\/\">Bibliotheksportal.de<\/a> erlaubt einen Blick auf unterschiedliche Angebote verschiedener B\u00fcchereien. Neue Services werden <a href=\"https:\/\/bibliotheksportal.de\/spotlight-corona\/\">gesondert vorgestellt<\/a>, dazu geh\u00f6ren etwa:<br \/>\n\u2022 kostenfreie Digitalabos,<br \/>\n\u2022 die Vereinfachung der digitalen Neuanmeldung,<br \/>\n\u2022 telefonische Bestell-Services sowie das Zusammenstellen individueller Interessen-Pakete,<br \/>\n\u2022 B\u00fccherregale in Au\u00dfenbereichen der B\u00fcchereien,<br \/>\n\u2022 B\u00fccherlieferdienste,<br \/>\n\u2022 Webinare sowie E-Tutorials oder<br \/>\n\u2022 virtuelle Lesungen &amp; Mitmachaktionen.<\/p>\n<h3>Digitales Lernen macht Schule<\/h3>\n<p>In zahlreichen Schulen sucht man Auswege: Man m\u00f6chte das Klassenzimmer quasi virtuell werden lassen und die Unterrichtsstunden am Notebook stattfinden lassen \u2013 im Tausch gegen Tafel und Kreide. Kein Wunder, dass beispielsweise die 2008 gegr\u00fcndete Idee <a href=\"https:\/\/www.sofatutor.com\/\">Sofatutor.de<\/a> jetzt einen Boom erlebt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich Unternehmen der Privatwirtschaft noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leicht mit den neuen Anforderungen tun, haben es Schulen wesentlich schwerer: Es wurde hierzulande schlicht verschlafen, ins E-Learning einzusteigen. Dementsprechend unvorbereitet wurden Schulen deutschlandweit von der Corona-Krise getroffen. Lehrer versuchen, an die E-Mail-Adressen ihrer Klassen heranzukommen, um Aufgaben versenden zu k\u00f6nnen. In Bayern existiert immerhin die landesweite Online-Plattform Mebis. Diese \u00e4chzte aber zun\u00e4chst angesichts der hohen Nachfrage und war dann Opfer eines Angriffs durch Cyberkriminelle. Eine Infrastruktur, die den fl\u00e4chendeckenden Ersatz geschlossener Schulen abfangen k\u00f6nnte, existiert nicht.<\/p>\n<p>Die Situation in Universit\u00e4ten und Hochschulen ist nicht weniger dramatisch. In Niedersachsen haben sich nun <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/Corona-Sommersemester-startet-digital-aber-wie,hochschulen164.html\">20 Einrichtungen zusammengetan<\/a>, um Lehrveranstaltungen online anbieten zu k\u00f6nnen. Man betrachte das Dilemma auch aus Sicht der Studierenden: Wer BAf\u00f6G beantragt hat, muss auch Studienleistungen nachweisen k\u00f6nnen. Deshalb k\u00f6nnen die Semester nicht einfach ausfallen. Man bedenke auch, dass Hochschulen und Unis Labore unterhalten, die aufrechterhalten werden m\u00fcssen. Niedersachsens Hochschulen haben Lehrmaterialien in Datenbanken gepackt, die von den Studierenden abrufbar sind. Pr\u00fcfungen k\u00f6nnten via Skype abgehalten werden. Chat- und digitale Konferenzr\u00e4ume sollen das Miteinander zwischen Dozenten und Studierenden regeln. Studierende und Lehrende sollen mit Anleitungen, Hotlines sowie Anlaufstellen in ihrem digitalen Leben tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<h2>Team-Plattformanbieter: Tools zum Arbeiten<\/h2>\n<p>Zwei Tools haben wir eingangs bereits konkret benannt: Slack und Microsoft Teams. Slack ist eine Art Messenger, der alles mitbringt, was digitales Zusammenarbeiten braucht \u2013 einschlie\u00dflich der M\u00f6glichkeit, Videokonferenzen abzuhalten. Erweiterungen erlauben es, die Funktionalit\u00e4ten individuell zu erweitern und auf den eigenen Bedarf zuzuschneiden. Slack ist verpflichtet, die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu achten, und kl\u00e4rt dar\u00fcber umfassend <a href=\"https:\/\/slack.com\/intl\/de-de\/gdpr\">auf der hauseigenen Website<\/a> auf.<\/p>\n<p>Microsoft Teams ist der direkte und wohl gr\u00f6\u00dfte Konkurrent, mit dem Slack umgehen muss. Praktisch an Microsoft Teams ist, dass der Messenger Teil des Office 365-Pakets (&#8222;Microsoft 365&#8220;) ist, welches ohnehin vielfach genutzt wird. Durch diese Anbindung an Microsofts Office-Paket ist auch das Integrieren anderer Office-Dienste, etwa Outlook oder Word, sehr einfach. Audio-Anrufe und Videocalls kann der Messenger. Auch Microsoft stellt weiterf\u00fchrende Informationen rund um die DSGVO <a href=\"https:\/\/www.microsoft.com\/de-de\/trust-center\/privacy\/gdpr-overview\">auf seiner Website<\/a> bereit.<\/p>\n<p>Apropos Microsoft: Skype geh\u00f6rt ebenfalls zu den beliebtesten Tools und zu denen, die einen Boom in der Corona-Krise erleben. Skype bietet einen riesigen Funktionsumfang: Onlinebesprechungen, ohne dass sich Gespr\u00e4chspartner registrieren oder etwas downloaden m\u00fcssen, Gespr\u00e4che ins Festnetz und in Mobilfunknetze aller Welt sind m\u00f6glich, per Mobilger\u00e4t klappt die Bildschirm\u00fcbertragung, Anrufe k\u00f6nnen auch aufgezeichnet werden.<\/p>\n<p>Microsoft ist <a href=\"https:\/\/www.privacyshield.gov\/participant?id=a2zt0000000KzNaAAK&amp;status=Active\">Privacy-Shield-registriert<\/a> \u2013 das bedeutet aufs Wesentliche heruntergebrochen: registrierte Anbieter erlauben einen gleichwertigen EU-Datenschutz, auch wenn es US-Anbieter sind. Somit k\u00f6nnen Skype for business (und nur die Business-Variante!) sowie Microsoft Teams datenschutzkonform verwendet werden.<\/p>\n<h3>Zoom: Aufstieg und Untergang \u00fcber Nacht<\/h3>\n<p>Zoom geh\u00f6rt zu den Tools, die einen echten Boom inmitten von Corona erlebt haben \u2013 doch der Fall kam direkt danach: Dieser Fall ging so tief, dass das US-amerikanische <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-spacex-zoom-video-commn-idUSKBN21J71H\">FBI davon abr\u00e4t<\/a>, den Dienst zu verwenden. Was war passiert? Der Dienst hatte auf seiner Website mit Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung f\u00fcr die Calls und Meetings geworben. Die Realit\u00e4t jedoch sah anders aus: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2020\/03\/31\/zoom-meeting-encryption\/\">The Intercept berichtete<\/a>, dass Zoom auf Anfrage verlautbaren lie\u00df, diese Verschl\u00fcsselung sei derzeit gar nicht m\u00f6glich. Der Dienst nutze eine Transport-, keine Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung. Das bedeutet, dass Zoom \u2013 anders als beworben \u2013 sehr wohl vollen Zugriff auf s\u00e4mtliche \u00fcbertragenen Daten hat, darunter auch Video und Audio-Feeds. Im entsprechenden Security-Datenblatt war des R\u00e4tsels L\u00f6sung zu finden: Die Vollverschl\u00fcsselung besteht ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Textchat im Meeting. Audio- und Video-Feeds jedoch werden ausschlie\u00dflich transportverschl\u00fcsselt.<\/p>\n<p>Hinzu kommt die nicht weniger erschreckende Tatsache, dass Zoom mal eben ein paar Skripte und Tricks genutzt hat, um schnell f\u00fcr User, die unter macOS arbeiten, zug\u00e4nglich zu sein. Man ben\u00f6tigt lediglich den Zugangslink, eventuell noch ein Passwort und wenige Klicks sp\u00e4ter l\u00e4uft Zoom. Das d\u00fcrfte gar nicht sein \u2013 so einfach ist es nicht, Drittanbieter-Software unter macOS zum Laufen zu bringen. F\u00fcr Systemadministratoren gen\u00fcgte ein Klick auf die Zoom-Datei zum Ausf\u00fchren. Die App gibt es einfach als macOS-System aus. Gibt der User Benutzername und Passwort ein, erteilt man Zoom Root-Rechte. Eigentlich ist das dasselbe Vorgehen, was Malware nutzt, um sich auf Systeme zu schleichen. Dass sich ein solch zwielichtiges Vorgehen auch f\u00fcr b\u00f6sartige Zwecke ausnutzen l\u00e4sst, zeigen Sicherheitsforscher, <a href=\"https:\/\/consent.yahoo.com\/collectConsent?sessionId=3_cc-session_70c29c55-57d2-448b-8c53-b7b37aeca052&amp;lang=de-DE&amp;inline=false\">wie TechCrunch berichtete<\/a>. Hat ein Angreifer physischen Zugang zum Mac, kann er sich Root-Zugriff erschleichen, ohne Administrator zu sein. Tiefe Eingriffe ins System w\u00e4ren so m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Auch lie\u00dfe sich \u00fcber Zooms Machenschaften Schadcode einschleusen, sodass Webcam- und Mikrofon-Zugriff, aber auch der Mitschnitt von Audios und Videos unbemerkt m\u00f6glich w\u00e4re. Zoom stand weiter in der Kritik, Nutzerdaten an Facebook \u00fcbermittelt zu haben. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Zoom-erhaelt-neues-Update-gegen-Stoerer-und-fuer-Sicherheit-4707674.html\">Zoom k\u00fcndigte<\/a> mit dem Update auf die Version 5.0 ein deutliches Plus an Sicherheit an.<\/p>\n<h3>Roonect: Kommunikationstool aus Hamburg<\/h3>\n<p>Die Studio Funk GmbH &amp; Co. KG aus Hamburg hat mit <a href=\"https:\/\/roonect.de\/\">roonect<\/a> schon vor einigen Jahren, n\u00e4mlich in 2016, eine M\u00f6glichkeit zur Realtime-Kommunikation \u00fcber den Browser geschaffen. In Deutschland entwickelt, werden alle Vorgaben zur DSGVO eingehalten. Roonect entwickelt sich weiter in Richtung Kollaborationstool: Auch Videochats sind geplant. Aktuell wird roonect insbesondere von Sprechern, Podcastern, Textern, Beratern und von Tonstudios genutzt, die Gespr\u00e4chsqualit\u00e4t ist entsprechend hoch. Die Einrichtung ist f\u00fcr den Gespr\u00e4chspartner genauso einfach wie es Zoom geplant hatte: Man erh\u00e4lt einen Einladungslink, \u00f6ffnet ihn und ist im Gespr\u00e4ch. Da dieses Gespr\u00e4ch jedoch \u00fcber den Browser ohne separate Tools abl\u00e4uft, ist tats\u00e4chlich keine Installation vonn\u00f6ten, einzig die des Browsers Chrome oder Microsoft Edge, mit dem roonect arbeitet.<\/p>\n<h3>Projekte im Blick: Asana, Jira und Trello<\/h3>\n<p>Auch Projektmanagementtools boomen in der Corona-Pandemie. Darunter vor allem Asana, Jira sowie Trello.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/asana.com\/\">Asana<\/a> erlaubt es, Projekte von Anfang bis Ende zu verwalten: Projekte einschlie\u00dflich Events, Meetings, Aufgaben, andere Vorhaben k\u00f6nnen als Listen oder als Kanban-Boards erstellt und mit anderen geteilt werden. Aufgaben k\u00f6nnen Personen zugewiesen werden und benutzerdefinierte Felder erlauben individuelle Anpassungen an den eigenen Bedarf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.atlassian.com\/de\/software\/jira\">Jira<\/a> nennt sich selbst \u201eDie Nr. 1 unter den Entwicklungstools f\u00fcr agile Teams\u201c, womit klar ist, welche Richtung dieses Tool einschl\u00e4gt: Softwareteams erhalten die M\u00f6glichkeit, mit allen beteiligten Mitgliedern zu planen, die Weiterentwicklung zu verfolgen und die Software bestenfalls releasen zu lassen.<\/p>\n<p>Auch <a href=\"https:\/\/trello.com\/de\">Trello<\/a> ist ein Kollaborationstool: \u00dcber Listen und Boards oder Karten k\u00f6nnen Teams innerhalb ihrer Projekte zusammenarbeiten. Automatisierungen, die aufs gesamte Team angewendet werden k\u00f6nnen, sollen den Workflow vereinfachen. Trellos Macher verstehen das Tool f\u00fcr privat und Beruf: Von der Einkaufsliste bis zur Projektplanung soll alles m\u00f6glich sein.<\/p>\n<h3>Dropbox: Dateien einfach teilen<\/h3>\n<p>Dropbox hat sich zu einem der f\u00fchrenden Cloud-Anbieter etabliert. Man sollte jedoch wissen, dass Dropbox wieder ein US-Unternehmen ist. Daten, die Sie in der Dropbox ablegen, landen auf US-Servern. Das mag bei Fotos, die man mit der Familie teilen m\u00f6chte, vielleicht noch in Ordnung sein. Der Vertrag \u00fcber ein gemeinsames Projekt mit Ihrem Neukunden geh\u00f6rt jedoch keinesfalls dorthin. Dropbox hat in einem <a href=\"https:\/\/assets.dropbox.com\/documents\/en\/trust\/shared-responsibility-guide.pdf\">Leitfaden zur gemeinsamen Verantwortung<\/a> (PDF) dargelegt, wie Dropbox mit seinen Kunden Datenschutz gew\u00e4hrleisten kann und welche Verpflichtungen auf den Kunden entfallen. Mit erg\u00e4nzenden Tools wie Boxcryptor oder Cryptomator k\u00f6nnen Sie sowohl Daten in Dropbox und Box.de als auch bei anderen Cloud-Anbietern sicher verschl\u00fcsseln.<\/p>\n<h2>Fazit: Die Pandemie ver\u00e4ndert die Arbeitswelt nachhaltig<\/h2>\n<p>Sie sehen: Die Folgen der Corona-Krise sind gigantisch \u2013 auch und gerade in der Arbeitswelt. Die Digitalisierung wird nun voranschreiten m\u00fcssen: \u00dcberall, wo es m\u00f6glich ist, wird vom Home-Office gearbeitet, wodurch Team-Plattformanbieter einen gigantischen Aufschwung erleben. Wir sind \u00fcberzeugt: Diese Pandemie ver\u00e4ndert die Arbeitswelt nachhaltig.<\/p>\n<p>Wie erleben Sie die Corona-Krise bez\u00fcglich Ihrer Arbeit: Nutzen Sie Tools, die Sie vorher nie verwendet haben? Haben Sie Erg\u00e4nzungen f\u00fcr unsere Leserinnen und Leser \u2013 m\u00f6chten Sie uns Ihr Lieblingstool vorstellen? Sind Sie erstmalig im Home-Office oder bef\u00fcrwortet Ihre Organisation diese Arbeitsform schon l\u00e4nger? Kommen Sie mit uns ins Gespr\u00e4ch \u2013 wir freuen uns \u00fcber Ihre Kommentare!<\/p>\n<h2>Wir helfen bei der Erstellung Ihrer Home-Office-Richtlinie<\/h2>\n<p>Wir unterst\u00fctzen Sie bei der Erstellung einer ma\u00dfgeschneiderten Home-Office-Richtlinie, um den Datenschutzanforderungen bei der Sicherheit der Verarbeitung personenbezogener Daten im Home-Office gerecht zu werden.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/#kontakt\">Kontaktieren<\/a> Sie uns dazu gerne.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Corona-Krise zwingt Unternehmen zum digitalen Wandel: Home-Office und Videokonferenzen ersetzen die Dienstreise, mit Kunden sowie Partnern wird digital kommuniziert. Das f\u00fchrt dazu, dass neue Tools und Dienste aus dem Boden sprie\u00dfen. Und die werden gerne angenommen: Tools f\u00fcr Web-Videokonferenzen, Messenger oder andere Software, die die Teamarbeit f\u00f6rdert, erfahren eine nie dagewesene Nachfrage. Da kommt &hellip; <\/p>\n<p class=\"read-more\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/corona-digitalisiertes-arbeiten-nach-der-pandemie\/\"> Mehr Lesen<span class=\"screen-reader-text\">  Mehr Lesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":5598,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3,139,40],"class_list":["post-5588","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-informationssicherheit","tag-datenschutz","tag-eu-dsgvo","tag-informationssicherheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5588"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5596,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5588\/revisions\/5596"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5598"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}