{"id":6237,"date":"2022-09-20T09:46:21","date_gmt":"2022-09-20T07:46:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/?p=6237"},"modified":"2022-09-20T09:46:21","modified_gmt":"2022-09-20T07:46:21","slug":"datenschutz-klage-irland-fordert-von-instagram-405-millionen-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/datenschutz-klage-irland-fordert-von-instagram-405-millionen-euro\/","title":{"rendered":"Datenschutz-Klage: Irland fordert von Instagram 405 Millionen Euro"},"content":{"rendered":"<p>Instagram und Datenschutz? Das soziale Netzwerk, welches vom damaligen Facebook Konzern im Jahre 2012 aufgekauft worden ist, mittlerweile unter den Namen \u201eMeta\u201c bekannt, hat eine \u00e4hnlich kritische Beziehung wie der Mutterkonzern zum Thema Datenschutz, Privatsph\u00e4re und der korrekte Umgang mit personenbezogenen Daten. Warum und weswegen Irland gegen Instagram und deren Datenschutzproblematik klagt, werden wir in unserem heutigen Blogbeitrag n\u00e4her erl\u00e4utern.<\/p>\n<h2>Instagram &amp; Datenschutz: Umgang mit Daten von Kindern und Jugendlichen<\/h2>\n<p>Instagram ist neben TikTok, Snapchat und BeReal eines von vielen beliebten sozialen Netzwerken. Das gilt nicht nur f\u00fcr die Allgemeinheit, sondern im besonderen Bezug auf Jugendliche. In den letzten Jahren mit der Covid-19 Pandemie und Ausgangssperren hat der Stellenwert massiv zugelegt, da man die Kommunikation zu Familie, Freunden und Bekannten online gesucht hat. Nichtdestotrotz hat der Kinder- und Jugendschutz eine sehr hohe Bedeutung und wir m\u00fcssen sie im Netz sch\u00fctzen.<\/p>\n<h3>Das aktuelle Surfverhalten von Kindern und Jugendlichen in den sozialen Netzwerken<\/h3>\n<p>Saferinternet.at gab letztes Jahr (2021) eine Studie in Auftrag, die das digitale Leben von Jugendlichen in den sozialen Netzwerken untersuchte (<a href=\"https:\/\/www.saferinternet.at\/presse-detail\/studie-selbstdarstellung-in-sozialen-netzwerken\/\">Studie: Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken<\/a>). Dabei hat es sich u.a. herausgestellt, dass lediglich drei von zehn Jugendlichen (29 Prozent) mit den Einstellungen der Privatsph\u00e4re und Datenschutz in den sozialen Netzwerken regelm\u00e4\u00dfig besch\u00e4ftigen, 35 Prozent lediglich bei der erstmaligen Nutzung und 14 Prozent haben sich \u00fcberhaupt noch nie mit dem Datenschutz auseinandergesetzt. Auch hier gibt es ein Verbesserungs- und Optimierungspotenzial, um die Risiken und Gefahren bei der Nutzung des Internets zu meiden.<\/p>\n<h3>Was steht in Bezug auf Kinder und Jugendlichen in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)?<\/h3>\n<p>Die Datenschutzgrundverordnung sieht besondere Gefahren und Risiken bei den personenbezogenen Daten von Kindern und Jugendlichen, da diese sich der Risiken und m\u00f6glichen Rechte bez\u00fcglich des Datenschutzes und der Informationssicherheit weniger bewusst sind, wie Erwachsene. Daher k\u00f6nnen Kinder und Jugendliche laut Art. 8 Abs. 1 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erst nach dem Vollenden des sechzehnten Jahres wirksam in die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten durch Diensteanbieter der Informationsgesellschaft selbst und eigenst\u00e4ndig einwilligen. Bei Minderj\u00e4hrigen unter 17 Jahren m\u00fcssen die Erziehungsberechtigten einwilligen, sodass die Nutzung der App und der genutzten Daten datenschutzkonform ist.<\/p>\n<h3>Europ\u00e4ische Zust\u00e4ndigkeit bei Datenschutzverst\u00f6\u00dfen<\/h3>\n<p>Bei allen Datengrundverst\u00f6\u00dfen ist auch hier die Grundlage der Ermittlung, die im Mai 2018 wirksam gewordene Datenschutz-Grundverordnung. Die Datenschutzbeh\u00f6rden der einzelnen L\u00e4nder sind dazu erm\u00e4chtigt, bei Verst\u00f6\u00dfen gegen die Datenschutzverordnung hohe Strafen zu verh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Viele gro\u00dfe US-Technologie Konzerne, wie Meta (ehemals Facebook), Apple und Google haben ihren europ\u00e4ischen Hauptsitz in Irland. Daher sind die Gesetze aus Irland f\u00fcr alle Klagen bez\u00fcglich dieser und weiterer Unternehmen, die in Irland ans\u00e4ssig sind, zust\u00e4ndig. In dem Fall gilt f\u00fcr die Unternehmen die irische Version der Datenschutz-Grundverordnung.<\/p>\n<h3>Nicht der erste Datenschutzversto\u00df beim Meta-Konzern<\/h3>\n<p>Bereits seit 2020 untersucht die irische Datenschutzbeh\u00f6rde (DPC) den Datenschutz bei der sozialen Plattform Instagram. Diese hat gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) versto\u00dfen, indem sie fahrl\u00e4ssig mit den personenbezogenen Daten auf der sozialen Plattform umgeht. Hierbei handelt es sich um die personenbezogenen Daten von Minderj\u00e4hrigen.<br \/>\nBei dem besagten Datenschutzversto\u00df von Instagram konnten nachweislich Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren bei der sozialen Plattform Gesch\u00e4ftskonten wie ein \u201eInstagram Business Accounts\u201c erstellen und betreiben, bei denen es wiederrum zur Ver\u00f6ffentlichung von pers\u00f6nlichen Telefonnummern beziehungsweise E-Mail-Adressen zur Folge kam.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2022 hatte Irland wegen Datenschutzverst\u00f6\u00dfen bereits eine <a href=\"https:\/\/www.dataprotection.ie\/en\/news-media\/press-releases\/data-protection-commission-announces-decision-meta-facebook-inquiry\">Strafe in H\u00f6he von 17 Millionen Euro<\/a> gegen den Mutterkonzern Meta verh\u00e4ngt. Im September vergangenen Jahres wurde ebenfalls <a href=\"https:\/\/www.dataprotection.ie\/index.php\/en\/news-media\/press-releases\/data-protection-commission-announces-decision-whatsapp-inquiry\">eine Strafe von 225 Millionen Euro an den Messenger-Dienst WhatsApp<\/a> verh\u00e4ngt, der ebenfalls zum Meta-Konzern geh\u00f6rt.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir haben unsere endg\u00fcltige Entscheidung am vergangenen Freitag (02.09.2022) getroffen, und sie enth\u00e4lt eine Geldstrafe in H\u00f6he von 405 Millionen Euro\u201c ~ Reuters, Sprecher des irischen Datenschutzbeauftragten (DPC) zu dem Datenschutz-Versto\u00df bei Instagram<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Europ\u00e4ische Datenschutzausschuss hatte die irischen Datenschutzbeh\u00f6rde (DPC) angewiesen, die geplante Strafe zu erh\u00f6hen, da der Mutterkonzern Meta auf die vorigen Forderungen der Strafzahlung nicht nachkam. Die irische Beh\u00f6rde hatte urspr\u00fcnglich eine Strafe zwischen 30 und 50 Millionen Euro vorgeschlagen.<br \/>\nWeitere Informationen zu der Entscheidung der irischen Datenschutzbeh\u00f6rde (DPC) gegen die Meta-Tochterkonzern Instagram sollen noch im September 2022 ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<h3>Datenschutzklage: Wie handelt der Meta-Konzern zu den Verst\u00f6\u00dfen?<\/h3>\n<p>Ob der Tochterkonzern Instagram von Meta die angesetzte Rekordstrafe tats\u00e4chlich zahlen wird, steht zum derzeitigen Stand noch nicht fest. Ein Meta-Pressesprecher erkl\u00e4rte, es wolle die Entscheidung der irischen Datenschutzbeh\u00f6rde anfechten und in der Angelegenheit Berufung einlegen. Da Instagram vor \u00fcber einem Jahr seine Einstellungen im Bezug des Datenschutzes optimiert und verbessert hat, um die Daten von Kindern und Jugendlichen zu sch\u00fctzen. Seither sind viele neue Funktionen hinzugef\u00fcgt worden, die das Ma\u00df der Sicherheit und den Schutz der Daten erh\u00f6hen und gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h2>Fazit: Datenschutzklagen sind kein Kavaliersdelikt!<\/h2>\n<p>Ob im Privaten oder gesch\u00e4ftlicher Natur: Datenschutz geht jeden Einzelnen von uns etwas an! Jeder kann \u00fcber seine oder ihre Daten selbst bestimmen, ob und wie diese f\u00fcr Dritte zug\u00e4nglich gemacht und ver\u00f6ffentlicht werden. In der in Mai 2018 ver\u00f6ffentlichten Datenschutz-Grundverordnung wird das Grundger\u00fcst f\u00fcr den Datenschutz und Informationssicherheit festgelegt. Es ist ein Leitfaden, wie einzelne Personen und Unternehmen die Thematik des Datenschutzes und den korrekten Umgang der eigenen Daten und Kundendaten richtig und datenschutzkonform umsetzen.<br \/>\nDie Problematik des Datenschutzes bei US-ans\u00e4ssigen Unternehmen in Europa ist nichts Neues! Denn in den USA gibt es kein allgemeines und umfassendes Datenschutzgesetz. Es gibt lediglich f\u00fcr einzelne Branchen eigene Gesetze dazu. Daher ist die Speicherung und Nutzung der Daten auf amerikanischen Servern ein heikles Thema, da dies sich in vielen F\u00e4llen nicht mit der europ\u00e4ischen Datenschutz-Grundverordnung vereinbaren l\u00e4sst.<br \/>\nWie oben bei Instagram, Meta und WhatsApp erw\u00e4hnt, werden bei Verst\u00f6\u00dfen gegen das Datenschutzgesetz Strafzahlungen, je nach Schwere des Versto\u00dfes, von den einzelnen Datenschutzbeh\u00f6rden an die entsprechenden Unternehmen veranlasst. Da diese Strafzahlungen an die Unternehmen i.d.R. recht hoch ausfallen, sollten Sie sich f\u00fcr ihr Unternehmen fr\u00fchzeitig nach einer datenschutzkonformen Infrastruktur und Regelung zum korrekten Umgang von personenbezogenen Daten im Unternehmens k\u00fcmmern.<\/p>\n<h3>Sie ben\u00f6tigen Hilfe im Datenschutz und Informationssicherheit?<\/h3>\n<p>Sie wissen nicht, wie Sie den Datenschutz in ihrem Unternehmen umsetzen sollen? Sie verstehen nur Fachchinesisch bei der Datenschutz-Grundverordnung? Wir sind Datenschutz-Praktiker und helfen Ihnen pers\u00f6nlich, individuell und bedarfsgerecht, genau auf Sie und ihr Unternehmen zugeschnitten und was Sie brauchen. <a href=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/#kontakt\">Kontaktieren Sie unser Team von fachkundigen Experten<\/a> und lassen Sie sich einfach zu ihrem Anliegen im Datenschutz und Informationssicherheit informieren und beraten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Instagram und Datenschutz? 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Warum und weswegen Irland gegen Instagram und deren Datenschutzproblematik klagt, werden wir in &hellip; <\/p>\n<p class=\"read-more\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/datenschutz-klage-irland-fordert-von-instagram-405-millionen-euro\/\"> Mehr Lesen<span class=\"screen-reader-text\">  Mehr Lesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":6239,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[111],"tags":[3,163,164,162,159,160,161],"class_list":["post-6237","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-datenschutz","tag-datenschutz","tag-datenschutzstrafe","tag-datenschutzverstoss","tag-facebook-strafe","tag-instagram","tag-instagram-strafe","tag-meta-strafe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6237"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6237\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6247,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6237\/revisions\/6247"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6239"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}