{"id":6494,"date":"2023-07-06T15:55:43","date_gmt":"2023-07-06T13:55:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/?p=6494"},"modified":"2023-07-06T15:55:43","modified_gmt":"2023-07-06T13:55:43","slug":"browsertest-runde-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/browsertest-runde-3\/","title":{"rendered":"Browsertest Runde 3"},"content":{"rendered":"<p>Lasst uns in die letzte Runde unserer Testreihe eintauchen und nochmal so richtig durchstarten! Wir haben uns schon die gro\u00dfen Browser wie Chrome, Edge und Firefox sowie die mobilen Browser Safari, Chrome Mobile und DuckDuckGo vorgenommen und jetzt wird es spannend! Denn in der dritten Runde geht es um die Privacy-Browser Brave, Opera und Tor. Wer wird wohl das Rennen machen, wenn es um den besten Datenschutz geht? Lasst uns das herausfinden und uns von diesen Browsern mitrei\u00dfen lassen. Wer ist bereit f\u00fcr das gro\u00dfe Finale?<\/p>\n<p>Unser Schwesterblog der <a href=\"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/browsertest-2023-safari-chrome-mobile-und-duckduckgo-im-vergleich\/9812\"><strong>PSW GROUP<\/strong><\/a> besch\u00e4ftigt sich erneut ausf\u00fchrlich mit den Aspekten <strong>Usability<\/strong> und <strong>Sicherheit<\/strong>.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><strong>Brave Browser<\/strong><\/h2>\n<figure id=\"attachment_6510\" aria-describedby=\"caption-attachment-6510\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6510\" src=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Brave-logo-color-RGB-300x94.png\" alt=\"Brave Browser Logo\" width=\"300\" height=\"94\" srcset=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Brave-logo-color-RGB-300x94.png 300w, https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Brave-logo-color-RGB.png 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6510\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Brave.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Brave von der <strong>Brave Software Inc.<\/strong> wurde von Brian Bondy und Brendan Eich entwickelt. Eich ist besser bekannt als der <strong>Erfinder von JavaScript und Mitbegr\u00fcnder von Mozilla<\/strong> (die Macher des Firefox Browsers). \u00a0Die <strong>Entwickler von Brave glauben an den Datenschutz<\/strong>, daran, dass \u00fcberm\u00e4\u00dfige Mengen an Werbung das Web verunstalten und f\u00fcr den Nutzer verschlechtern. Der Browser selbst <strong>ist kostenlos und Open Source<\/strong>, und das Ziel ist es, <strong>Werbung und Webseiten-Tracker zu blockieren<\/strong>.<\/p>\n<p>Es ist ein Browser, der <strong>auf Chromium basiert<\/strong> <strong>und genauso schnell arbeitet wie Chrome<\/strong>. F\u00fcr die Uneingeweihten: Das ist die Entwicklungsversion von Google Chrome, ohne die propriet\u00e4ren Elemente. Somit unterst\u00fctzt er Erweiterungen, die im Chrome Web Store existieren und ist f\u00fcr alle g\u00e4ngigen Betriebssysteme wie Windows, macOS, Android und iOS erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Brave bietet alle grunds\u00e4tzlichen Funktionen, die Ihr auch von anderen Browsern kennt, besitzt dar\u00fcber hinaus aber noch <strong>einige Zusatzfunktionen zum Schutz Eurer Privatsph\u00e4re<\/strong> im Internet, wie beispielsweise einen <strong>integrierten Ad-Blocker (Brave Shields)<\/strong>.<\/p>\n<p>Oberfl\u00e4chlich betrachtet deutet alles darauf hin, dass Brave ein fantastischer Browser ist, dessen Versprechen es ist, kein Tracking zu erm\u00f6glichen und Werbung auf ein Minimum zu reduziert.<\/p>\n<h3>Welche Daten sammelt Brave?<\/h3>\n<p>Es werden wirklich keine Daten erhoben, au\u00dfer die, die standardm\u00e4\u00dfig bei einem Seitenaufruf anfallen. Die IP-Adresse wird gehasht und sollte eine Website einen Standort abfragen, wird Brave diese Info nur nach der Freigabe durch Euch an die Website senden.<\/p>\n<p>Die Browsereinstellungen werden lokal gespeichert und solltet Ihr das Sammeln von Diagnosedaten unterbunden haben (was wir empfehlen), gehen keine Daten an Brave direkt.<\/p>\n<h3><strong>3 Dinge unterscheiden den Browser von der Konkurrenz<\/strong>:<\/h3>\n<ul>\n<li>Werbeblocker und Trackingschutz inkludiert<\/li>\n<li>Kryptow\u00e4hrungsbelohnungssystem<\/li>\n<li>TOR Integration<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Merkmale haben wir uns im Detail angesehen:<\/p>\n<h4><strong>Browsen ohne Werbung<\/strong><\/h4>\n<p>Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ihr k\u00f6nnt theoretisch <strong>im Internet unterwegs sein, ohne von Werbung \u00fcberh\u00e4uft zu werden. <\/strong>Ihr k\u00f6nnt bei Brave selbst entscheiden, ob Ihr Werbeeinschaltungen sehen wollt oder nicht.<\/p>\n<p>Besonders hervorzuheben ist, dass Browsing-Daten nicht gespeichert und auch nicht an Drittanbieter weiterverkauft werden. Somit handelt es sich auch nicht um personalisierte Werbeanzeigen, sondern um ger\u00e4tespezifische Werbung.<\/p>\n<h4><strong>Kryptow\u00e4hrung BATs<\/strong><\/h4>\n<p>Wird Werbung von Euch akzeptiert, <strong>werden nur eigene Brave-Werbebeitr\u00e4ge gezeigt<\/strong>, die von Werbekunden gebucht werden k\u00f6nnen. Also die Standardbrowserwerbung, z.B. von Google taucht hier nicht auf. Bei Brave hat Ihr die M\u00f6glichkeit euch durch das Akzeptieren von Webung <strong>eine kleine Belohnung<\/strong> zu verdienen &#8211; die <strong>Kryptow\u00e4hrung Basic Attention Tokens (kurz BAT genannt)<\/strong>.<\/p>\n<p>In jedem neuen Browserfenster ist ersichtlich <strong>wie viele Werbeanzeigen blockiert werden<\/strong> und wieviel BATs Ihr bereits gesammelt habt.<\/p>\n<p>Die Teilnahme am Brave Kryptow\u00e4hrungsmodell ist <strong>optional<\/strong> und weder f\u00fcr Webseitenbetreiber noch f\u00fcr die Anwender eine Voraussetzung. Um die Kryptow\u00e4hrung BAT zu sammeln, ben\u00f6tigt Ihr eine elektronische &#8222;Geldb\u00f6rse\u201c &#8211; ein Wallet. Hier arbeitet Brave mit Uphold.com zusammen. Leider kann die Freischaltung dazu mal locker mehrere Woche dauern.<\/p>\n<p>Die BATs kann man als Spende <strong>an Content Creator spenden<\/strong> (30% gehen davon an Brave und 70% geh\u00f6ren dem gew\u00fcnschten Projekt).<\/p>\n<p>Der Brave Browser ist sowohl f\u00fcr Desktops als auch als mobile Version verf\u00fcgbar. Allerdings k\u00f6nnen die BATs nur am Desktop gesammelt werden. Apple hat z.B. in IOS das Trinkgeldmodell untersagt.<\/p>\n<p>Um es noch einmal zu wiederholen: Brave scheint auf den ersten Blick ein gro\u00dfartiges, nutzerorientiertes Tool zu sein. Allerdings gibt es <strong>eine Reihe von Kritikpunkten an diesem Gesch\u00e4ftsmodell:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Brave trackt Euch<\/strong>, um Werbung zu schalten, was nicht viel anders ist, als wenn Ihr Euch in Googles \u00d6kosystem befindet.<\/li>\n<li><strong>Ihr werdet aktiv dazu ermutigt<\/strong>, das Belohnungssystem zu aktivieren, um BATs zu verdienen. Es ist eine Forderung, die unserer Meinung nach nicht mit den Bed\u00fcrfnissen des Endnutzers \u00fcbereinstimmt, der Brave \u00fcberhaupt erst gew\u00e4hlt hat.<\/li>\n<li>Die Ersteller von Inhalten haben <strong>potentiell einen schlechteren Deal<\/strong>, als wenn sie in Googles \u00d6kosystem w\u00e4ren.<\/li>\n<\/ul>\n<h4><strong>TOR Integration<\/strong><\/h4>\n<p>Der Brave Browser wirbt mit Datenschutz und Sicherheit, unter anderem durch die einfach zu bedienende <strong>TOR Integration (Out of the Box).<\/strong><\/p>\n<p>Man kann normal surfen und zus\u00e4tzlich jederzeit ein privates Fenster (mit oder ohne TOR-Unterst\u00fctzung) aufmachen. Einfach auf das Men\u00fc-Icon am rechten Rand der Suchleiste klicken und <strong>&#8222;Neues privates Fenster mit TOR&#8220;<\/strong> ausw\u00e4hlen. Das neue Fenster unterscheidet sich farblich vom normalen Modus. Damit wird die IP-Adresse verschleiert und der Datenverkehr verschl\u00fcsselt. Allerdings funktioniert das Surfen mit TOR auch <strong>um einiges langsamer.<\/strong><\/p>\n<p>Das Feature ist allerdings <strong>nicht in der mobilen Version verf\u00fcgbar<\/strong>.<\/p>\n<h4><strong>Der ultimative Datenschutz-Browser?<\/strong><\/h4>\n<p>Braves Philosophie ist es, Euren Datenschutz hochzuhalten und sicherzustellen. Brave positioniert sich als nutzerorientierter Browser, der Daten sch\u00fctzt und Versuche, Daten zu sammeln, unterbindet. Brave selbst sagt, dass sie <strong>\u201e\u2026nicht im Gesch\u00e4ft mit pers\u00f6nlichen Daten sind.\u201c<\/strong> Eure Daten werden zwischen den Servern privat gehalten, was bedeutet, dass es <strong>keinen \u201eFingerabdruck\u201c<\/strong> gibt, der an Dritte verkauft werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Deshalb <strong>blockt<\/strong> der Browser Trackingmethoden wie bspw. <strong>Cookies und Z\u00e4hlpixel<\/strong>. Es steht Euch selbstverst\u00e4ndlich frei, dass ein oder andere Element f\u00fcr einzelne Seiten freizuschalten.<\/p>\n<p>Aber der <strong>Brave-\u201cSchutz\u201d (oder im Englischen Brave Shields)<\/strong>, wie er sich nennt, blockt nicht nur Werbeanzeigen, sondern auch sogenannte <strong>Cross-Site-Tracker<\/strong>. Diese Tracker zeichnen das Nutzerverhalten auf verschiednen Websites auf, die Ihr besucht habt. Damit k\u00f6nnen Unternehmen wie <strong>Google<\/strong> Euch personalisierte Werbebanner anzeigen, die zu eurem Verhalten und zu euren Vorlieben passen. Auf Wunsch k\u00f6nnt Ihr den Tracking-Schutz des Brave Browser f\u00fcr einzelne Seiten deaktivieren, was Ihr mittels des <strong>L\u00f6wen-Buttons in der Adressleiste<\/strong> bewerkstelligt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem bietet Euch der Browser neben einem herk\u00f6mmlichen <strong>Privatmodus<\/strong>, in welchem Ihr surft, ohne Spuren zu hinterlassen, einen weiteren Privatmodus in welchem Ihr \u00fcber das <strong>Tor-Netzwerk<\/strong> surft, was die Sicherheit nochmals erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Weiterhin verf\u00fcgt der Brave Browser \u00fcber einen auf Wunsch <strong>aktivierbaren Dark Mode<\/strong> sowie einen <strong>integrierten PDF-Viewer<\/strong> und einen <strong>integrierten Passwort-Manager<\/strong>.<\/p>\n<h4><strong>Mit Tarnkappe durchs Netz<\/strong><\/h4>\n<p>Mit Brave navigiert Ihr jedoch nicht gleich nach dem Start mit Tarnkappe durch das Netz, sie ist zun\u00e4chst zu aktivieren. Um das Bestm\u00f6gliche in Sachen Sicherheit aus dem Brave Browser herauszuholen, solltet ihr noch ein paar Konfigurationen in den Einstellungen vornehmen.<\/p>\n<p>In den erweiterten Einstellungen <strong>(Datenschutz und Sicherheit)<\/strong> solltet Ihr auch noch einige Einstellungen vornehmen. Vor allem die Dienste von <strong>Google Suchanfragen und automatische Vervollst\u00e4ndigung<\/strong> und die Nutzung der <strong>Google-Push-Benachrichtigungen<\/strong>, sowie die Daten der Produktanalyse an Brave sollten deaktiviert werden.<\/p>\n<p>Eine ganz wichtige Einstellung bez\u00fcglich der Sicherheit ist das <strong>Deaktivieren der Social-Media-Dienste<\/strong>. Durch zum Beispiel eingebettete Posts von Facebook und Co., k\u00f6nnen durch diese Posts, die jeweiligen Anbieter Euer Nutzungsverhalten tracken.<\/p>\n<h4><strong>Cookie-Banner blockieren<\/strong><\/h4>\n<p>Seit der <strong>Version 1.45<\/strong> des Brave Browsers gibt es die Funktion, <strong>Cookie-Zustimmungen in Cookie-Bannern zu blockieren.<\/strong><\/p>\n<p>Beim Starten fragt der Brave-Browser, ob Ihr Cookie-Banner blockieren m\u00f6chtet. Aktiviert Ihr diese Funktion, l\u00e4dt Brave diverse Regeln herunter. Sie dienen dazu, Benachrichtigungen \u00fcber Cookie-Zustimmungen zu blockieren und auszublenden. Der Browser setzt das so schnell wie m\u00f6glich um und auf den meisten Ger\u00e4ten passiert das innerhalb einer Minute nach Aktivierung.<\/p>\n<p>Ihr k\u00f6nnt die Einstellung jederzeit anpassen, die Funktion also aktivieren oder deaktivieren. \u00d6ffnet daf\u00fcr einfach <strong>brave:\/\/settings\/shields\/filters<\/strong> im Brave-Browser und aktiviert oder deaktiviert die Option <strong>EasyList-Cookie List<\/strong>.<\/p>\n<p>Werdet Ihr nicht aufgefordert, die Cookie-Zustimmungen zu blockieren, m\u00fcsst Ihr m\u00f6glicherweise Euren Browser neu starten und \/ oder auf Brave-Version 1.45 aktualisieren.<\/p>\n<h4><strong>Wie schaut es aus mit der nervigen Werbung auf YouTube?<\/strong><\/h4>\n<p>Brave blockt sogar diese Werbung! Damit k\u00f6nnt Ihr <strong>ungest\u00f6rt Musik h\u00f6ren<\/strong>, ohne dass vor jedem Clip ein Werbespot erscheint, den Ihr nach 5 Sekunden wegklickt.<\/p>\n<p>Wir geben zu, die Werbung dient nat\u00fcrlich als Einnahmequelle f\u00fcr YouTube. Hier soll nat\u00fcrlich jeder selbst entscheiden, ob er die Werbung zul\u00e4sst. F\u00fcr uns ist es definitiv zu viel, was YouTube seit einiger Zeit tut. Dass oft nun nicht nur eine, sondern sogar zwei Spots hintereinander ausgespielt werden.<\/p>\n<h3><strong>Die wichtigsten Funktionen<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>Sicherheit<\/strong><\/h4>\n<p>Brave aktualisiert <strong>automatisch alle HTTP- auf HTTPS-Verschl\u00fcsselung<\/strong>, wo dies m\u00f6glich ist. Die Standard-Einstellungen sind so konfiguriert, dass der Browser Malware, sicherheitskritische Plugins o.\u00e4. blockt.<\/p>\n<h4><strong>Schnelles Laden<\/strong><\/h4>\n<p>Neben dem Schutz der Privatsph\u00e4re punktet der Brave Browser vor allem in Sachen Geschwindigkeit. Durch das Abblocken von Werbeanzeigen werden <strong>Internetseiten schneller geladen<\/strong>.<\/p>\n<h4><strong>Brave Search<\/strong><\/h4>\n<p>Auch die Suche im Internet ist mit Brave m\u00f6glich. Die Suchmaschine <strong>Brave Search<\/strong> k\u00f6nnt Iihr aber auch mit jedem anderen Browser nutzen. Dabei verspricht Brave, keine Nutzerprofile zu erstellen, wie es die Konkurrenz von Google macht. Euren Standort nutzt die <strong>Suchmaschine <\/strong>trotzdem, um euch bessere Ergebnisse zu liefern. Bei Bedarf k\u00f6nnt Ihr diese Funktion aber auch ausschalten. Dazu k\u00f6nnt Ihr bestimmen, aus welcher Region Ihr Ergebnisse haben m\u00f6chtet und wie alt sie sein d\u00fcrfen. Weiter filtert Ihr nach Websites, Bildern, Nachrichten und Videos.<\/p>\n<p>Brave Search legt den Schwerpunkt mehr als Google auf den Datenschutz, liefert aber wom\u00f6glich etwas schlechtere Webtreffer.<\/p>\n<h4>Jetzt auch mit VPN<\/h4>\n<p>Brave hat im M\u00e4rz 2023 den <strong>Firewall- und VPN-Dienst<\/strong> f\u00fcr Desktop-Nutzer ver\u00f6ffentlicht, der letztes Jahr erstmals in die Android- und iOS-App integriert wurde. Desktop-Nutzer k\u00f6nnen nun die Schaltfl\u00e4che <strong>&#8222;VPN&#8220; (Virtuelles Privates Netzwerk)<\/strong> in der rechten Ecke der Browser-Leiste anklicken. Nach dem Kauf eines Abonnements f\u00fcr <strong>9,99 US-Dollar pro Monat<\/strong> oder <strong>99,99 US-Dollar pro Jahr<\/strong> k\u00f6nnen Nutzer in einem Dropdown-Men\u00fc die Region des VPN-Servers ausw\u00e4hlen. Um das Abonnement zu kaufen, wird eine E-Mail-Adresse ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Das Dropdown-Men\u00fc der Browser-Erweiterung gew\u00e4hrleistet eine <strong>Downloadrate von bis zu 500 Mbit\/s<\/strong>. Abonnenten k\u00f6nnen den VPN-Dienst auf f\u00fcnf Ger\u00e4ten nutzen, egal ob Android, Desktop-Betriebssysteme oder iOS. Brave Software arbeitet f\u00fcr den VPN- und Firewall-Dienst mit dem Drittanbieter <strong>Guardian<\/strong> zusammen. Das amerikanische Start-up wurde von Sicherheitsforscher Will Strafach gegr\u00fcndet und Ende letzten Jahres an den <strong>Cybersecurity-Software-Anbieter DNSFilter<\/strong> verkauft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorl\u00e4ufiges Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Der Brave Browser ist <strong>auf jeden Fall einen Blick wert<\/strong>. Die gute Nachricht ist, dass Brave praktisch alles bietet, was Chrome auch bietet, mit einer Schicht Datenschutz und Werbeblocker obendrauf. Dazu kommt die einfach zu nutzende Tor-Integration, die dann einen echten Privatmodus bietet.<\/p>\n<p>Das Konzept von Brave ist durchaus interessant. Allerdings muss man immer beachten, dass auch dieser Browser auf Googles Chromium basiert. Der integrierte Werbeblocker unterbindet zwar Werbung, gleichzeitig wird aber eigene Werbung geschaltet, die dann wiederum in Form von BAT verg\u00fctet wird. Noch ist das Modell zwar deaktivierbar, es bleibt aber offen, wie sich das Werbekonzept in Zukunft entwickeln wird. Denn eins ist immer zu beachten: Auch Gesch\u00e4ftsmodelle wie Brave wollen Geld verdienen. Und das funktioniert nun mal bekannterma\u00dfen am besten \u00fcber Daten und Werbung.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wird das Tracking von Gr\u00f6\u00dfen wie Facebook und Twitter zwar unterbunden, aber das alleinige Blockieren von Cookies macht Euch beim Surfen nicht unsichtbar. Viele Websites nutzen immer noch JavaScript, wor\u00fcber Ihr eindeutig identifiziert werden k\u00f6nnt.<\/p>\n<p>Es ist wichtig zu wissen, dass mit diesem Browser kein komplett anonymes Surfen m\u00f6glich ist. Dieser Browser kann Euch nur dabei helfen, Eure Datenspur, f\u00fcr zum Beispiel Werbenetzwerke, zu verschleiern beziehungsweise zu vermeiden.<\/p>\n<p>Der Brave-Browser bringt ein interessantes Konzept mit sich, dass Ihr nat\u00fcrlich ausprobieren k\u00f6nnt. Bildet Euch eure eigene Meinung \u00fcber die Performance. Positiv ist, dass viele Add-ons wie der Adblocker und automatisches HTTPS bereits von Haus aus dabei sind und Ihr diese nicht wie in anderen Browsern nachinstallieren m\u00fcsst.<\/p>\n<p>Wir sehen Brave als eine sinnvolle Erg\u00e4nzung zu den bekannten Platzhirschen <strong>Firefox und Chrome<\/strong>. Es ist jedoch schon seit Jahren bekannt, dass der Chromium-Browser mit Googles Servern in Kontakt tritt, wenn auch nur in begrenztem Umfang und die Daten vorher von Brave Servern pseudonymisiert werden. Kurz gesagt, Chromium verbindet sich beim Start mit Google, haupts\u00e4chlich um nach Updates zu suchen, die sowohl den Browser als auch die Erweiterungen betreffen.<\/p>\n<p>Wie der Browser in Puncto Sicherheit &amp; Usability abgeschnitten hat, erfahrt Ihr <a href=\"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/browsertest-2023-brave-opera-und-tor-browser-im-test\/9915\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Opera<\/strong><\/h2>\n<figure id=\"attachment_6511\" aria-describedby=\"caption-attachment-6511\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-6511\" src=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Opera_2015_icon.svg_-150x150.png\" alt=\"Opera Browser Logo\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Opera_2015_icon.svg_-150x150.png 150w, https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Opera_2015_icon.svg_-300x300.png 300w, https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Opera_2015_icon.svg_-270x270.png 270w, https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Opera_2015_icon.svg_.png 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6511\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Wikipedia<\/figcaption><\/figure>\n<p>Opera Software ASA wurde 1995 in Oslo (Norwegen) gegr\u00fcndet. Seitdem hat das Unternehmen seine Browser stetig weiterentwickelt und neue Funktionen eingef\u00fchrt. Dennoch hat er es nie bis ganz nach oben geschafft. Vielleicht liegt es am fehlenden Bekanntheitsgrad oder der Opera Browser wird einfach untersch\u00e4tzt!?<\/p>\n<p>Mit Opera, einem alten Bekannten aus der Browserszene, wurden viele Funktionen eingef\u00fchrt, die wir heute als selbstverst\u00e4ndlich ansehen, z. B. <strong>Browserregisterkarten<\/strong> <strong>(Tabs)<\/strong>. Opera war au\u00dferdem <strong>der erste Browser<\/strong>, in dem ein <strong>integrierter Popup-Blocker<\/strong> zum Einsatz kam. Dies sind zwei wesentliche Funktionen, die aus unseren heutigen Browser nicht mehr wegzudenken sind.<\/p>\n<h3><strong>Opera setzt auf Geschwindigkeit und Funktion<\/strong><\/h3>\n<p>Seit der Version 15 im Jahr 2013 hat sich sowohl die Oberfl\u00e4che als auch das Innenleben des Opera-Browsers deutlich ver\u00e4ndert: Die norwegischen Entwickler setzen seitdem &#8211; wie auch Brave &#8211; auf das <strong>Chromium-Projekt als Software-Basis<\/strong> und haben sich von ihrer selbst entwickelten Rendering Engine &#8222;Presto&#8220; verabschiedet.<\/p>\n<p><strong>Jede Menge schicke Features<\/strong><\/p>\n<p>Ach ja, Opera. Der Browser, den niemand nutzt. Dabei hat er eigentlich Vorteile wie Heu: Er ist sehr schnell, optisch ansprechend und hat jede Menge schicker Features. Das liegt wohl daran, dass man stets versucht hat, Opera als Universalbrowser zu verkaufen, w\u00e4hrend Firefox bspw. als individuell anpassbarer Browser gl\u00e4nzt.<\/p>\n<h3>Welche Daten sammelt Opera?<\/h3>\n<ul>\n<li>Suchanfragen und eingesetzte Suchmaschine<\/li>\n<li>besuchte Websites (Browser-Verlauf), Anzahl der Besuche<\/li>\n<li>Cookies<\/li>\n<li>Daten-Cache f\u00fcr gehostete Apps<\/li>\n<li>Bilder und Dateien im Cache<\/li>\n<li>den Standort des Ger\u00e4ts<\/li>\n<li>das Betriebssystem Eures Ger\u00e4ts, Version und weitere Ger\u00e4te-IDs<\/li>\n<li>Telemetriedaten, einschlie\u00dflich Informationen \u00fcber Abst\u00fcrze, Leistung<\/li>\n<li>die Spracheinstellungen<\/li>\n<li>eingesetzte Browseraddins<\/li>\n<li>Lesezeichen<\/li>\n<li>gespeicherte Passw\u00f6rter und die zugeh\u00f6rigen Benutzernamen und Websiten<\/li>\n<li>Formulardaten f\u00fcr automatischen Ausf\u00fcllen<\/li>\n<li>Websiteeinstellungen<\/li>\n<li>heruntergeladene Dateien und Software<\/li>\n<li>Zahlungsmethoden<\/li>\n<li>Pr\u00fcfung der Eingaben (Rechtschreibpr\u00fcfung)<\/li>\n<li>Avatare und Farbschemaeinstellungen<\/li>\n<li>automatische Vorschl\u00e4ge und Autovervollst\u00e4ndigung (nicht im privaten Modus)<\/li>\n<li>und vieles mehr.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Datenschutz und Sicherheit <\/strong><\/h3>\n<p>Wie praktisch alle Browser verspricht auch Opera ein H\u00f6chstma\u00df an Datenschutz und Sicherheit. Der eine Nachteil von so vielen integrierten Funktionen, die sich mit Drittanbieter-Apps und -Websites verbinden, ist, dass Opera deswegen mehr Nutzerdaten sammeln muss als der durchschnittliche Browser. Jede dieser Erweiterungen ben\u00f6tigt andere Daten, und es ist nicht zu 100 % klar, auf was sie alles Zugriff haben. Opera betont in der Datenschutzerkl\u00e4rung, dass keine identifizierbaren Daten gesammelt werden.<\/p>\n<p>Die erhobenen Daten sind n\u00f6tig, damit der Browser effektiv funktioniert, und umfassen daher Eure Ger\u00e4teinformationen, Hardware-Daten, Nutzung der Funktionen sowie Daten zum Betriebssystem.<\/p>\n<p>Opera blockt auf Wunsch Werbung, Tracker, Phishing und Mining Skripte. Mining Skripte nutzen den Computer, um mit dessen Rechenleistung Krypto-W\u00e4hrungen zu sch\u00fcrfen. <strong>Diese Sicherheitsfeatures sind nicht automatisch eingeschaltet.<\/strong><\/p>\n<p>Als Standardsuchmaschine ist Google voreingestellt. Leider ist die Voreinstellung nicht datenschutzfreundlich, jede Eingabe \u00fcber die Tastatur wird unmittelbar an Google \u00fcbermittelt. <strong>Dies solltet Ihr in den Einstellungen \u00e4ndern.<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Kostenloses VPN beim Opera Browser<\/strong><\/h3>\n<p>Zusammengefasst erkl\u00e4rt Opera hierzu:<\/p>\n<p>\u201eNormalerweise stellt dein Browser die Verbindung zu Websites direkt her. Die Websites k\u00f6nnen dann deine IP-Adresse und deinen ungef\u00e4hren Standort ermitteln. Bei Verwendung eines VPN wird die Verbindung zu Websites \u00fcber einen VPN-Server hergestellt.\u201c Somit wahrt das <strong>V<\/strong>irtuelle <strong>P<\/strong>rivate <strong>N<\/strong>etzwerk Vertraulichkeit und Geheimhaltung durch Verschl\u00fcsselung der Daten.<\/p>\n<p>Bei Opera VPN handelt es sich nicht genau um ein VPN, sondern um einen <strong>sicheren Proxy<\/strong>, der Standard-HTTPS zur Verschl\u00fcsselung verwendet. F\u00fcr die Websites erscheint es so, als bef\u00e4nde sich Euer Browser im Land der virtuellen IP-Adresse. Ihr k\u00f6nnt Euren virtuellen Standort durch Auswahl eines Landes aus der Liste \u00e4ndern. Wird kein Land ausgew\u00e4hlt, wird Euch automatisch ein \u201eoptimaler Standort\u201c zugewiesen. Da die Verbindung von Eurem Browser zum VPN-Server verschl\u00fcsselt ist, verbessert das VPN den Datenschutz im lokalen Netzwerk auch dann, wenn das lokale Netzwerk unverschl\u00fcsselt ist.<\/p>\n<h4><strong>Vorteile des VPN<\/strong><\/h4>\n<p>Auch bei anderen Browsern k\u00f6nnt Ihr zwischen <strong>Standard- oder Inkognito-Modus<\/strong> w\u00e4hlen. Letzterer erm\u00f6glicht zwar ein anonymes Surfen, das bezieht sich jedoch eher auf den Browser-Verlauf, verschleiert aber nicht Eure IP-Adresse. Au\u00dferdem m\u00fcsst Ihr das Inkognito-Fenster i. d. R. extra \u00f6ffnen. Dagegen bleibt beim Opera Browser VPN automatisch aktiv. Unabh\u00e4ngig davon, welchen Modus Ihr verwendet.<\/p>\n<p>Deshalb ist auch das Surfen im Standard-Modus anonymer geworden.<\/p>\n<ul>\n<li>Erschwerte Verfolgung Eurer Surfaktivit\u00e4ten<\/li>\n<li>verschleierter Standort<\/li>\n<li>keine dauerhafte Speicherung von Cookies<\/li>\n<\/ul>\n<h4><strong>Nachteile<\/strong><\/h4>\n<p>Ein kleiner Nachteil ist, dass das \u00d6ffnen mancher Webseiten etwas l\u00e4nger dauert. Falls Euch dies bei wichtigen Webseiten st\u00f6rt, k\u00f6nnt Ihr das VPN \u00fcber den Schalter schnell aus- und einschalten.<\/p>\n<p>Es gibt <strong>immer Risiken<\/strong>, wenn man ein kostenloses VPN verwenden \u2013 das ist bei Opera nicht anders. Aber auch wenn es nicht die gleichen Vorteile hat, wie ein Premium-VPN, wird es dennoch Eure <strong>Browserdaten anonymisieren<\/strong>.<\/p>\n<h4><strong>Auch das VPN ist nicht perfekt<\/strong><\/h4>\n<p>Doch selbst wenn Ihr Euren Standort verschleiert, k\u00f6nnen Websites Euch trotzdem identifizieren, sofern sie einen entsprechenden Cookie platziert haben. Wenn Ihr am Ende einer privaten Surfsitzung den Browser schlie\u00dft, werden jedoch alle Cookies der Sitzung gel\u00f6scht.<\/p>\n<h3><strong>Weitere Browser von Opera<\/strong><\/h3>\n<p>Neben dem Hauptbrowser, \u201eOpera\u201c hat Opera auch ein paar Nischenbrowser entwickelt (f\u00fcr Gamer <strong>Opera GX<\/strong> und Nutzer von Kryptow\u00e4hrungen <strong>Opera Crypto<\/strong>), die spezielle Funktionen f\u00fcr besondere Anspr\u00fcche bieten. Diese Browser haben <strong>die gleichen Funktionen wie Opera<\/strong>, also ben\u00f6tigt Ihr nicht mehrere Browser. Es gibt auch zwei mobile Versionen (<strong>Opera Mini<\/strong> und <strong>Opera Touch<\/strong>), die f\u00fcr einfache Nutzung auf kleineren Bildschirmen entwickelt wurden.<\/p>\n<p><strong>Vorl\u00e4ufiges Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt bietet der Opera Browser eine Vielzahl von Funktionen und ist sowohl f\u00fcr Anf\u00e4nger als auch f\u00fcr erfahrene Nutzer geeignet.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt dir Opera die M\u00f6glichkeit, deine Daten <strong>auf deinem eigenen Ger\u00e4t<\/strong> und nicht auf den Betreiber-Servern <strong>zu speichern<\/strong> \u2013 so beh\u00e4ltst du immer die volle Kontrolle \u00fcber deine Daten. Zus\u00e4tzlich verf\u00fcgt Opera \u00fcber <strong>Datenschutz-Tabs<\/strong>, die \u00e4hnlich wie der Inkognito-Modus von Firefox funktionieren \u2013 es werden also keine Verl\u00e4ufe und Suchanfragen gespeichert.<\/p>\n<p>Opera galt lange unter Datenschutzbegeisterten als die Alternative zu Chrome und Edge. 2016 wurde er allerdings nach China verkauft \u2013 <strong>prinzipiell kein gutes Zeichen<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Kein Internet-Browser ist perfekt<\/strong>, und das trifft auch auf Opera zu, aber er bietet alle wichtigen Funktionen die auch die g\u00e4ngigsten Browser bieten. Dazu ist Opera eine <strong>erfrischende Abwechslung<\/strong> und ist ideal f\u00fcr jeden, der mit vielen offenen Tabs arbeitet.<\/p>\n<p>Wie der Browser in Puncto Sicherheit &amp; Usability abgeschnitten hat, erfahrt Ihr <a href=\"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/browsertest-2023-brave-opera-und-tor-browser-im-test\/9915\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Tor-Browser<\/strong><\/h2>\n<figure id=\"attachment_6512\" aria-describedby=\"caption-attachment-6512\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-6512\" src=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Tor_Browser_icon.svg_-150x150.png\" alt=\"Tor Browser Mobile Logo\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Tor_Browser_icon.svg_-150x150.png 150w, https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Tor_Browser_icon.svg_-300x300.png 300w, https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Tor_Browser_icon.svg_-270x270.png 270w, https:\/\/www.psw-consulting.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Tor_Browser_icon.svg_.png 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6512\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Wikipedia<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der wohl bekannteste unter den Privacy-Browsern ist der <strong>Tor Browser<\/strong> &#8211; kurz f\u00fcr &#8222;<strong>T<\/strong>he <strong>O<\/strong>nion <strong>R<\/strong>outer&#8220;. Was f\u00fcr Viele aufs erste H\u00f6ren vermutlich nach einem Rezept f\u00fcrs Abendessen klingt \u2013 hat ja scheinbar irgendwas mit Zwiebeln zu tun \u2013 ist in Wahrheit das Netzwerk der gleichnamigen <strong>Non-Profit-Organisation \u201eThe Tor Project, Inc.\u201c<\/strong> mit Sitz in den USA. Dessen Ziel ist nichts weniger als ein <strong>anonymeres Internet<\/strong>, frei von Zensur und R\u00fcckverfolgbarkeit. Ihr habt vielleicht schon mal ein Bild von dem lila Logo gesehen. Das <strong>\u201cO\u201d<\/strong> sieht aus wie eine Zwiebel, denn das Tor Netzwerk besteht, wie eine Zwiebel, aus mehreren Schichten.<\/p>\n<p>Tor wurde eigentlich f\u00fcr die U.S. Navy entwickelt, um Regierungskommunikationen geheim zu halten. Heute ist der Browser popul\u00e4r bei Journalisten, Gesetzesh\u00fctern, <strong>Datenschutz-Aktivisten <\/strong>und ja, auch Kriminellen. Der Tor Browser bzw. Browser mit einer Tor-Erweitungen bieten auch den Zugang zum Darknet.<\/p>\n<h3>Welche Daten sammelt der Tor Browser?<\/h3>\n<p>Auch dieser Browser sammelt keine Daten von Euch.<\/p>\n<h3><strong>Aber wie sieht es mit deiner Privatsph\u00e4re aus? <\/strong><\/h3>\n<p>Nutzerdaten werden bei Tor besonders gut verschl\u00fcsselt, bevor sie ins Netz geschickt werden, denn sie wandern durch zahlreiche Schichten &#8211; <strong>wie bei einer Zwiebel<\/strong> &#8211; bis die gew\u00fcnschte Anonymit\u00e4t gegeben ist. Die Privatsph\u00e4re der User hat somit oberste Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p>Eure Daten werden durch das Tor Netzwerk von Knoten zu Knoten weitergeleitet. Dadurch wird Eure <strong>echte IP-Adresse verschleiert<\/strong>.<\/p>\n<p>Ihr betretet das Tor-Netzwerk am Eingangsknoten \u2013 nur dieser kennt Eure echte IP-Adresse. Ihr \u00fcbernehmt dann die IP-Adresse des Eingangsknotens und verbindet Euch mit dem zweiten Knoten. Dieser sieht dann nur die IP-Adresse des ersten Knotens, der dritte (Ausgangs-) Knoten kennt nur die IP- des zweiten Knotens \u2013 Eure echte IP-Adresse ist nicht mehr herauszufinden. Der Pfad \u00fcber die einzelen Server Wechselt alle 10 min.\u00a0 Das macht es Euch vergleichsweise leicht, Eure <strong>Identit\u00e4t zu sch\u00fctzen<\/strong>. So weit in der Theorie.<\/p>\n<p>Mit dem Tor-Browser seid Ihr online (weitestgehend) anonym unterwegs, ohne Euch \u00fcber <strong>Browser-Fingerprinting und Tracking<\/strong> Sorgen machen zu m\u00fcssen. Es ist unglaublich schwer, sich vor Browser Fingerprinting zu sch\u00fctzen \u2013 der Tor Browser ist der einzige, der die erfassten Daten reduzieren kann! Zum anderen ist der digitale Fingerabdruck aller Nutzer des Tor Browsers identisch. Es werden beispielsweise Skripte und Pop-ups mit Werbeeinblendungen von dem Browser unterbunden. Nutzt Ihr den Tor Browser, wird es au\u00dferdem schwerer, Eure Internet-Aktivit\u00e4ten zu tracken. Der Browser <strong>l\u00f6scht Eure Cookies automatisch<\/strong> nach jedem Schlie\u00dfen. Zudem wird Euer Browserverlauf nicht gespeichert.<\/p>\n<p>Ein weiterer Pluspunkt ist, dass im Durchschnitt alle 14 Tage ein Update f\u00fcr den Browser bereitsteht. Diese schlie\u00dfen sich in der Regel an die Inhalte der Firefox-Updates an.<\/p>\n<h3><strong>3 Sicherheitsstufen<\/strong><\/h3>\n<p>Der Tor-Browser hat 3 Sicherheitsstufen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Normal<\/strong> &#8211; Alle Tor Browser-Funktionen und Websites sind aktiviert.<\/li>\n<li><strong>Sicher<\/strong> &#8211; Deaktiviert Website-Funktionen, die normalerweise gef\u00e4hrlich sind. Bewirkt, dass die Eigenschaften einiger Websites abst\u00fcrzen. Beispielsweise st\u00fcrzt JavaScript auf Websites ab, die kein HTTPS verwenden, und einige Schriftarten und mathematische Symbole sind deaktiviert.<\/li>\n<li><strong>Am sichersten<\/strong> &#8211; Es sind nur Funktionen zul\u00e4ssig, die f\u00fcr nicht dynamische Websites und Basisdienste erforderlich sind. Diese \u00c4nderungen wirken sich auf Bilder, Medien und Skripte aus. JavaScript ist auf allen Websites standardm\u00e4\u00dfig deaktiviert. Einige Schriftarten, Symbole, mathematische Symbole, Bilder, Audio und Video sind deaktiviert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit den Sicherheitsprotokollen von Tor k\u00f6nnt Ihr nicht nur sicher auf Websites zugreifen und Eure IP-Adresse verbergen, sondern der Browser ist auch <strong>Open-Source, kostenlos<\/strong> und einfach zu bedienen, insbesondere wenn man den komplexen Schutz bedenkt, den er bietet.<\/p>\n<h3><strong>Weitestgehend anonym surfen<\/strong><\/h3>\n<p>Ihr k\u00f6nnt weitestgehend anonym surfen, nat\u00fcrlich nur, wenn Ihr <strong>einige weitere Regeln beachtet<\/strong>. So ist es wichtig, den Tor-Browser <strong>nicht f\u00fcr Social-Media<\/strong> oder andere Dienste zu verwenden, denn sonst ist es mit der Anonymit\u00e4t nicht mehr weit her.<\/p>\n<p>So hinterlassen Amazon, Google, Facebook und Co. beim Login und beim Ansurfen von Websites diverse Cookies im System, mit denen der Tor-Surfer ohne Weiteres verfolgt und sogar entlarvt werden kann.<\/p>\n<h3><strong>Abstriche m\u00fcssen gemacht werden<\/strong><\/h3>\n<p>Abstriche m\u00fcssen daf\u00fcr bei der Bedienbarkeit gemacht werden. Wegen der Zwiebel-Struktur bei der Datensendung ist Tor <strong>langsamer als regul\u00e4re Browser<\/strong>, auch die Startzeit ist l\u00e4nger. Durch das Springen zwischen verschiedenen Servern, wird die <strong>Verbindungsqualit\u00e4t belastet<\/strong> und f\u00fchrt zu <strong>sehr langsamen Ladezeiten<\/strong>. Zudem wird das Interface keine Design-Awards gewinnen.<\/p>\n<p>Durch das Blockieren s\u00e4mtlicher Skripte werden Webseiten zum Teil nicht korrekt dargestellt. Au\u00dferdem verhindert die Nutzung von Tor bei einigen Websites die M\u00f6glichkeit, sich einzuloggen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Nachteil ist, dass die Nutzung von Tor leicht zu ermitteln ist. Das hei\u00dft, dass beispielsweise Beh\u00f6rden sehen k\u00f6nnen, dass du Tor verwendest. <strong>Sie sehen aber nicht, was du genau treibst. <\/strong><\/p>\n<h4><strong>Tor ist nichts f\u00fcr Anf\u00e4nger<\/strong><\/h4>\n<p>Sich mit dem Tor Browser und dem Onion Netzwerk zurecht zu finden <strong>braucht \u00dcbung<\/strong>. Die Software ist <strong>weniger benutzerfreundlich<\/strong> als wir das im Allgemeinen zum Beispiel von einer VPN-App so gewohnt sind. F\u00fcr wirkliche Anonymit\u00e4t sind <strong>zus\u00e4tzliche Einstellungen erforderlich<\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>Ist der Tor-Browser legal?<\/strong><\/h3>\n<p>Die Nutzung des Tor-Browsers ist <strong>in den meisten L\u00e4ndern legal<\/strong>, auch wenn er mit einem gewissen Stigma behaftet ist, da Tor oft mit Kriminalit\u00e4t im <strong>Dark Web<\/strong> in Verbindung gebracht wird. Aber Tor wurde nicht mit Blick auf die Kriminalit\u00e4t entwickelt und ist auch nicht als \u201eDark Web-Browser\u201c gedacht. Tor ist ein legitimes und effektives Werkzeug <strong>zum Schutz der Online-Privatsph\u00e4re<\/strong>, das von einer Vielzahl von Nutzern verwendet wird, die Wert auf ihre Online-Privatsph\u00e4re und Datensicherheit legen.<\/p>\n<p>Dennoch kann die Nutzung von Tor unangemessene Aufmerksamkeit auf Eure Internetaktivit\u00e4ten lenken, was kontraproduktiv sein kann, wenn Ihr Eure Privatsph\u00e4re sch\u00fctzen wollt. Es ist bekannt, dass <strong>Internetdienstanbieter die Internetgeschwindigkeit drosseln<\/strong> und sogar Kunden wegen der Nutzung von Tor kontaktieren.<\/p>\n<p>In einigen L\u00e4ndern ist Tor selbst <strong>verboten<\/strong>. <strong>China<\/strong> hat das anonyme Surfen verboten und damit die Nutzung von Tor <strong>illegal<\/strong> gemacht. Andere L\u00e4nder wie <strong>Russland und Venezuela<\/strong> versuchen aktiv, ihre B\u00fcrger an der Nutzung von Tor <strong>zu hindern<\/strong>. Wenn Ihr am anonymen Surfen interessiert seid, solltet Ihr zun\u00e4chst pr\u00fcfen, ob Tor oder VPNs in Eurem Land legal sind.<\/p>\n<h3><strong>Probleme mit TOR und dem Datenschutz<\/strong><\/h3>\n<p>Mittlerweile gibt es <strong>dokumentierte Angriff-Szenarien<\/strong> f\u00fcr TOR-Benutzer. Das bedeutet, dass die Verwendung von TOR <strong>nicht mehr zu 100% anonym<\/strong> erfolgen kann. Die Sicherheitsl\u00fccken werden dabei \u00fcber zwei verschiedene Wege ausgenutzt. Zuerst sind <strong>Fehler im Firefox Browser<\/strong> daf\u00fcr verantwortlich. Die Architektur des Firefox wurde in den vergangenen Jahren zwar mehr und mehr versucht abzusichern, Datenexperten sind sich aber einig, dass es noch eine gr\u00f6\u00dfere Menge an <strong>Datenschutzproblemen<\/strong> dabei geben kann. Weiter ist mittlerweile best\u00e4tigt, dass sich die <strong>NSA<\/strong> mit TOR besch\u00e4ftigt hat und durch eine <strong>gezielte Manipulation von TOR-Gateways<\/strong> es auch schafft einzelne Nutzer gezielt auszusp\u00e4hen. Das ist zwar mit einem denkbaren Aufwand verbunden, jedoch gilt daher die Verwendung von TOR f\u00fcr stark gef\u00e4hrdete Personen nicht mehr als absolut \u201esicher\u201c.<\/p>\n<p><strong>Vorl\u00e4ufiges Fazit <\/strong><\/p>\n<p>Das Browser Projekt Tor strotzt nur so vor Sicherheitsvorkehrungen und Ma\u00dfnahmen zum Schutz von Daten und Privatsph\u00e4re. So gut wie der Browser beim Thema Sicherheit ist, so schlecht ist leider die Benutzerfreundlichkeit. Der Browser ist nicht darauf ausgelegt, mit schickem Design und einer guten Nutzungserfahrung zu \u00fcberzeugen. Es geht einzig und allein um <strong>Sicherheit<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>\u201eVerteidige dich. Sch\u00fctze dich vor Tracking, \u00dcberwachung und Zensur.\u201c<\/strong> Dieser Slogan des Tor-Browsers beschreibt exzellent dessen Eigenschaften. Tor ist der wohl sicherste Browser, den es im Moment gibt. Bei der Nutzung von Tor wird es <b><u>\u00e4u\u00dferst knifflig<\/u><\/b>, Eure Nutzung nachzuverfolgen, da Anfragen st\u00e4ndig zwischen Relay-Servern hin und her geschoben werden.<\/p>\n<p>Wenn f\u00fcr Euch die <strong>Anonymit\u00e4t<\/strong> an oberster Stelle steht, dann ist der Tor-Browser die beste Wahl \u2013 allerdings m\u00fcsst Ihr dabei bedenken, dass die Funktionen, die Euch viel Privatsph\u00e4re bieten, auch daf\u00fcr verantwortlich sind, dass der Tor-Browser f\u00fcr den <strong>allt\u00e4glichen Gebrauch viel zu langsam<\/strong> und umst\u00e4ndlich in der Handhabung ist. Das ist der Preis, den Ihr zahlen m\u00fcsst f\u00fcr den gesch\u00fctzten Datenaustausch. Wem die Privatsph\u00e4re besonders wichtig ist, der sollte dem Tor-Browser als <strong>sichere Alternative<\/strong> zu Firefox und Chrome eine Chance geben.<\/p>\n<p>Wie der Browser in Puncto Sicherheit &amp; Usability abgeschnitten hat, erfahrt Ihr <a href=\"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/browsertest-2023-brave-opera-und-tor-browser-im-test\/9915\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Finales Fazit<\/h2>\n<p>Browser sind unser wichtigstes Werkzeug, um die ganze F\u00fclle der digitalen Welt wahrnehmen und nutzen zu k\u00f6nnen. Sie bieten uns Zugang zum Internet. Dabei m\u00fcssen wir jedoch auf der Hut sein und auf einen modernen Browser mit hohen Sicherheitsstandards zu setzen, damit unsere privaten Informationen stets gesch\u00fctzt sind.<\/p>\n<p>Eine sehr gute Privatsph\u00e4re kombiniert mit einer modernen und einfachen Nutzeroberfl\u00e4che bietet Brave, allerdings war der Browser auch in Kontroversen verwickelt, wie dem Einbau von Referral-Links ohne Zustimmung der Nutzer.<\/p>\n<p>Vom urspr\u00fcnglichen Opera Browser ist nur noch wenig \u00fcbrig. Seit der chinesischen \u00dcbernahme sammelt der Browser flei\u00dfig Nutzerdaten zu verschiedenen Zwecken, darunter Werbung. W\u00e4hrend der Browser funktional einige interessante Dinge bietet, kann er f\u00fcr privatsph\u00e4rebewusste Nutzer nicht empfohlen werden.<\/p>\n<p>Der Tor-Browser erm\u00f6glicht anonyme Kommunikation durch das Tor-Netzwerk und bietet maximale Privatsph\u00e4re. Allerdings ist er im Alltag unpraktisch und langsam, und einige Internetdienste funktionieren nicht ordnungsgem\u00e4\u00df. F\u00fcr Benutzer, die volle Anonymit\u00e4t ben\u00f6tigen, ist Tor die beste Wahl, aber f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch m\u00f6glicherweise nicht benutzerfreundlich.<\/p>\n<p>Zusammenfassend bietet der Brave-Browser gute Privatsph\u00e4re und eine benutzerfreundliche Oberfl\u00e4che, w\u00e4hrend der Tor-Browser maximale Anonymit\u00e4t bietet, aber f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch weniger praktisch ist. Der Opera-Browser sammelt hingegen Nutzerdaten und ist daher f\u00fcr Privatsph\u00e4re-bewusste Nutzer nicht zu empfehlen.<\/p>\n<p>Es gibt keine hundertprozentige Garantie daf\u00fcr, dass Ihr im Internet vollst\u00e4ndig anonym bleiben k\u00f6nnt. Es kann nicht schaden, regelm\u00e4\u00dfig die Sicherheitseinstellungen zu \u00fcberpr\u00fcfen und sich \u00fcber die neuesten Bedrohungen im Internet auf dem Laufenden zu halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lasst uns in die letzte Runde unserer Testreihe eintauchen und nochmal so richtig durchstarten! Wir haben uns schon die gro\u00dfen Browser wie Chrome, Edge und Firefox sowie die mobilen Browser Safari, Chrome Mobile und DuckDuckGo vorgenommen und jetzt wird es spannend! 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